Halberstadt (fbo) l Wie sich die Ottonen ab 919 unter Otto I bis Otto III bei heißen und schwülen Witterungsbedingungen verhalten haben, ist nicht überliefert. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass sie nicht 69 km, 44 km oder 26 km von Stiege, Alexisbad bzw. Meisdorf nach Quedlinburg gelaufen sind.

Rund 300 Laüfer, Läuferinnen und Walker wagten es am 2. August beim 8. Ottonenlauf, der sich für viele Sportler aus der Region und weit darüber hinaus zu einer festen Größe im Terminkalender gemausert hat. Unabhängig von den Platzierungen muss man allen Athleten Hochachtung zollen, die das Ziel auf dem Sportplatz Moorberg in Quedlinburg erreichten. Dazu beigetragen haben neben der guten Organisation auch die vielen freiwilligen Helfer, die an den Verpflegungs- und Getränkestellen einige Stunden ausharrten. Bemerkenswert war, dass Anwohner spontan kühlendes Nass zur Verfügung stellten und nicht mit Beifall geizten, was für viele eine zusätzliche Motivation war durchzuhalten.

Auch aus Halberstadt und den Ortsteilen beteiligten sich einige Sportler. Hier ihre Ergebnisse:

Den Supermarathon (69 km) beendete Jens Schlottag (MSV Eintracht Halberstadt) in sehr guten 7:29,50 h, was ihm Platz neun in der Altersklasse (AK) 40 bescherte. Auch in dieser AK startend lief Jörg Zimmermann (MSV Eintracht) nach 9:38,0 h ins Ziel und belegte den 20. Platz. Auf der als Halbmarathon deklarierten Strecke über 26,1 km lief bei den Frauen Manuela Felsche auf Platz eins der AK 50 und freute sich vor allem über die Zeit von 2:33,20 h, denn damit verbesserte sie ihre Zeit aus dem Vorjahr um ganze 17 Minuten. Ilse-Marie Seemann-Block (Langenstein) unterbot die 3-Stundengrenze in 2:59:28 h, was ihr Platz sechs in der AK einbrachte. In der AK 60 der Männer stand wieder einmal Lutz Schindler (MSV Eintracht) auf dem Podest und eroberte in 2:15,0 h Rang zwei. In der sonst üblichen AK 65 wäre er Sieger geworden. Karl-Heinz Hartmann (MSV Eintracht) kam trotz gesundheitlicher Probleme auf den achten Platz der AK 60 in 2:53,1 h in Quedlinburg an.

Matthias Formella (Germania Halberstadt) teilte sich in der Gesamtwertung Platz zwei (1:38,0), gewann aber seine AK 50 souverän. Fred Borchert (Langenstein) belegte in 2:01,38 h Platz acht (AK 40).