Die zweiten Mannschaften vom FC Einheit Wernigerode und dem Blankenburger FV sicherten sich in den beiden Harzligen den Staffelsieg. Damit spielen diese beiden Teams im neuen Spieljahr in der Harzoberliga.

Halberstadt l "Eigentlich lieferten sich vom ersten Spieltag an der Hessener SV und die Zweite vom FC Einheit Wernigerode einen spannenden Zweikampf um den Staffelsieg. Da waren die anderen 12 Teams nicht stark und konstant genug, um eingreifen zu können" stellte Werner Meves, Staffelleiter der Harzliga 1 fest. Er lobte auch die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen.

Nach der Hinrunde hatte der HSV schon fünf Punkte Vorsprung vor dem Rivalen und schien seinem Ziel schon recht nah. Doch dann folgte ein miserabler Start in die Rückrunde, der Vorsprung wurde verspielt und die Einheit-Männer eroberten sich die Tabellenspitze, die sie dann bis zum Schluss nicht mehr abgaben. Mit einer eindrucksvollen Heimbilanz (12 Siege, ein Unentschieden) legte der FC den Grundstein für den späteren Triumpf. Ohne Heimniederlage blieb auch Grün-Weiß Ilsenburg II. Der HSV versackte dagegen im Mittelmaß, konnte am Ende aber noch die Vizemeisterschaft retten. Allerdings punktgleich mit dem TuS Elbingerode, der aber das schlechtere Torverhältnis hatte. Die Oberharzer spielten die beste Rückrunde aller Mannschaften und holten auch auf des Gegners Platz die meisten Punkte.

Spannend war es auch am Tabellenende. Hier ging es vor allem für Empor Dedeleben, Rot-Weiß Abbenrode und Germania Groß Quenstedt um den Klassenerhalt. Das Trio lag auch nach der Hinrunde in dieser Reihenfolge auf den hintersten Rängen. So sollte es dann auch lange bleiben. Am letzten Spieltag fiel dann die Entscheidung über den Absteiger. Die Germanen setzten sich in Dedeleben mit 3:2 durch, während Abbenrode daheim gegen Wasserleben mit 2:3 unterlag, damit mussten die Rot-Weißen absteigen.

Insgesamt wollten 6 920 Zuschauer die Punktspiele in der Harzliga 1 sehen. Die mit Abstand meisten davon konnte der Hessener SV (851) begrüßen. Die Heimspiele vom TSV Deersheim (711) und vom TSV Zilly (660) waren ebenfalls gut besucht. Weitaus weniger Resonanz hatten die Spiele von Grün-Gelb Ströbeck (383), Einheit Wernigerode II (384) und Empor Dedeleben (389). In der Saison wurden 745 Treffer erzielt (4,1 Tore pro Spiel). Die besten Torschützen kommen aus Ströbeck, David Hollstein (27) und Christian Knuth (26) erzielten mehr als zwei Drittel aller Tore der Grün-Gelben.

Die Schiedsrichter zeigten insgesamt 584 Gelbe, 25 Gelb-Rote und 16 Rote Karten. Sechs Spieler sahen neun Mal den gelben Karton. Fair-Play-Sieger wurde der TSV Deersheim.

Blankenburg mit einem Durchmarsch zum Aufstieg

Das Meisterschaftsgeschehen in der Harzliga 2 stand ganz im Zeichen der Zweiten vom Blankenburger FV. Die Blütenstädter hatten am Ende der Saison zehn Punkte Vorsprung und verwiesen die punktgleichen Mannschaften Blau-Weiß Bad Suderode und FSV Reinstedt auf die Plätze. Mit dem Super-Torverhältnis von 99:29 verfehlte der BFV die 100-Tore-Marke nur um einen Treffer und hatte mit Sebastian Lehmann (21 Tore) auch den Top-Torschützen dieser Spielklasse in seinen Reihen. Er sowie seine Mannschaftskameraden Marcus Lindenberg (16), Philipp Neudek (15) und Dominik Paul (12) waren mit ihren Toren die Garanten der Blankenburger Erfolge, der Lohn für eine starke Saison ist der Aufstieg in die Harzoberliga.

Absteiger in die Harzklasse ist die Spg. Badeborn/Ballenstedt II. Der SV Stahl Thale II, nach der Hinrunde noch Schlusslicht, konnte sich ebenso wie die SG Stahl Blankenburg und die Spg. Cattenstedt/Hüttenrode den Klassenerhalt sichern.

In der Harzliga 2 wurden von den 182 angesetzten Punktspielen nur 173 ausgetragen. Neun Begegnungen wurden durch das Sportgericht des KFV Harz am "grünen Tisch" entschieden, allein neun Mal wegen schuldhaftem Nichtantreten. Das Sportgericht brauchte sich über Arbeit nicht beklagen, es wurden in dieser Spielklasse 24 Anträge gestellt.

In den verbleibenden 173 Spielen wurden 697 Tore geschossen (4,02 pro Spiel). Die besten Torschützen waren Sebastian Lehmann (BFV II, 21), Steven Matthes (Hedersleber SV, 20), Sebastian Doppel (Quedlinburger SV, 16) und Marcus Lindenberg (BFV II, 16). In der Harzliga 2 verteilten die Schiedsrichter 499 Gelbe, 15 Gelb-Rote und 15 Rote Karten. 14 Spieler mussten wegen der fünften gelben Karte zuschauen. Drei erste Plätze gab es in der Fair-Play-Wertung, die gehen an den Quedlinburger SV, die Spg. Cattenstedt/Hütten- rode und den SV Westerhausen II/Wedderstedt.

"Ich möchte mich bei allen Mannschaften für die gute Zusammenarbeit bedanken und hoffe, dass es auch in der neuen Saison so bleibt", meinte Ines Pöschel, Staffelleiterin der Harzklasse 2.

   

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