Tolle Leistungen und ein großes Starterfeld mit knapp 250 Aktiven bot der diesjährige Bodfeldlauf, eine Veranstaltung für die gesamte Familie. Im Gespräch mit Sportredakteur Florian Bortfeldt blickt Initiator Norman Rabe auf den Crosslauf zurück.

Volksstimme: Nach fünf Auflagen steckt der Lauf zum Teil noch in den Kinderschuhen, wirkt aber inzwischen souverän organisiert, wie ist Ihr Eindruck als Gastgeber?

Norman Rabe: Ein bisschen bin ich selbst jedes Mal überrascht wenn alles geklappt hat. Sicher hat sich langsam ein Großteil des Organisatorischen schon eingespielt. Aber Probleme tauchen immer wieder auf, ganz logisch. Dank des tollen Teams und den vielen Freiwilligen wird aber meist schnell eine Lösung gefunden. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass sich immer mehr Leute in den Lauf einbringen und er mehr und mehr zum Königshütter Lauf wird. Die Einsatzbereitschaft ist bemerkenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten sonst eher nichts mit dem Laufen am Hut haben. Viele finden es sogar etwas komisch, dass Leute extra nach Königshütte kommen, nur um dort zu laufen. Und das auch noch toll finden. Jeder erlebt so seine eigene Geschichte, viele sind richtig stolz. Ich kann mich auf diesem Wege nur bei allen Helfern bedanken, die sich wieder so toll für diesen Lauf engagiert haben.

Die Teilnehmerzahl hat sich nach der fünften Auflage offenbar bei rund 250 eingependelt. Ist das eine Größe mit der Sie zufrieden sind?

Es waren minimal weniger als im letzten Jahr, aber ich bin total zufrieden.

In welche Richtung will sich der Bodfeldlauf entwickeln, wenn er "erwachsen" ist? Stichwort: Veranstaltung für die ganze Familie - sollen sich alle angesprochen fühlen?

Oh, an der Grundidee und der familiären Atmosphäre möchte ich eigentlich nicht viel ändern. Das scheint ja gut anzukommen und das Drumherum neben den Läufen ist organisatorisch auch nicht zu verachten. Das Kinderfest bleibt ein wichtiger Programmpunkt. Aber natürlich sind neue Ideen immer willkommen, wie beispielsweise das Bobbycar-Rennen. Das war eine tolle Idee, die direkt von der NIX-tuer-Gruppe kam. Dafür natürlich wieder einen herzlichen Dank an Roland und Co., denn diesen Programmpunkt organisieren sie im Prinzip in Eigenregie. Das Rennen war sicherlich für die meisten Familien ein ziemliches Spektakel.

Wie zufrieden Sind Sie mit dem Ablauf und den Ergebnissen gewesen?

Mit dem Ablauf können wir glaube ich sehr zufrieden sein. Vieles lief so reibungslos wie selten. Trotz der insgesamt schwierigen Streckenverhältnisse hat sich niemand verletzt und der bange Blick zum Himmel war letztlich doch unbegründet. Natürlich ist es immer schade, wenn sich jemand verläuft. Ein sicherlich immer wiederkehrendes Problem bei der Art der Strecken, die wir hier anbieten. Dieses Jahr hat es leider mit Yves König wenige hundert Meter vor dem Ziel den souverän Führenden über fünf Kilometer erwischt. Dass er an der Stelle der Einzige war, der falsch abgebogen ist, ist natürlich für ihn auch kein Trost. Das muss ich auf meine Kappe nehmen, habe mich auch bei ihm entschuldigt. Ansonsten gab es einge Streckenrekorde, obwohl das bei diesem Lauf eher nebensächlich sein sollte. Wichtiger ist mir die Reaktion der Läufer im Ziel. Und die war eindeutig. Vor allem von den kleineren neuen Teilabschnitten mit Trailcharakter waren die meisten sehr begeistert. Da war es auch unerheblich, dass die Halbmarathonstrecke ein paar hundert Meter länger ausfiel.

   

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