Zum 44. Mal ist am Sonnabend der Startschuss für den ältesten Berglauf Deutschlands gefallen. Trotz Problemen mit der Ergebnisauswertung und einer aufgrund wolkenbruchartiger Regenfälle stark verkürzten Siegerehrung - alles in allem können die Organisatoren des Brockenlaufs wieder auf eine gelungene Veranstaltung zurück blicken.

Ilsenburg l Das erste Highlight wurde schon am Vorabend der Laufveranstaltung geboten. Um die 140 Gäste kamen ins "Haus der Vereine", um den Multi-Media-Vortrag des ehemaligen Weltklasse-Läufers Herbert Steffny zu erleben. Und das Kommen hatte sich gelohnt. Über eineinhalb Stunden referierte Steffny über "Das kenianische Laufwunder". Interessante Berichte aus seinen Afrika-Aufenthalten, gepaart mit eigenen Erfahrungen aus seiner aktiver Zeit als Läufer und der nötigen Portion Humor, gestalteten die Veranstaltung kurzweilig. Auch den Fragen sowie Foto- und Autogrammwünschen stellte sich Steffny bis zum späten Abend seines 61. Geburtstages. Auch er erklomm tags darauf den Brocken, allerdings mit dem Rad.

Schnellster Läufer auf dem höchsten Berg Norddeutschlands war einmal mehr Thomas Kühlmann, nach 54:11 min hatte der spätere Sieger den Brocken erklommen und sich bereits einen Vorsprung von über vier Minuten auf Vereinskamerad Matthias Göbel herausgelaufen. Im Ziel waren es dann mehr als zwölf Minuten.

Mit 1:38:33 Stunden verbesserte er seine persönliche Brockenlauf-Bestzeit um über drei Minuten und erkämpfte den zweiten Sieg nach 2012. Auch der 13 Jahre alte Streckenrekord von André Sommer (1:35:06 h) ist nicht mehr allzu weit entfernt. Stark war auch der Auftritt des BLV Ilsenburg, die "ältere Generation" um den Drittplatzierten Eike Eyermann und Frank Reinecke (5.) erzielte Top-Zeiten und Ergebnisse.

Auch im Frauenklassement stand Luisa Merkel vom NSV Wernigerode nach einjähriger Unterbrechung wieder ganz oben auf dem Siegerpodest des Brockenlaufes. Und auch sie verbesserte ihre Bestzeit um fast vier Minuten auf 2:05:45 Stunden.

Zwei Rekordsieger überquerten beim Ilsesteinlauf als Erste den Zielstrich: Während Antje Damrau mit ihrem sechsten Sieg zur Dauerrivalin Yvonne Brandecker aufschloss, baute der erstmals für den SC Berlin startende Halberstädter Alexander Pusch seine Erfolgsbilanz auf fünf Siege aus.

   

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