Aufstiegsanwärter Germania Wernigerode hat sich am dritten Spieltag der Fußball-Harzoberliga daheim mit einem Unentschieden begnügen müssen. Die kampfstarken Gäste von Grün-Weiß Hasselfelde entführten beim 1:1-Unentschieden verdientermaßen einen Punkt in den Oberharz.

Wernigerode l Die im Vergleich zur Vorsaison deutlich stärker auftretende Gästeelf aus Hasselfelde agierte aus einer kompakten Abwehr und störte den Spielfluss der Wernigeröder mit hartem, aber fairem Zweikampfverhalten. Die widrigen Wetterbedingungen ließen nur selten ein gutes Zusammenspiel Zustande kommen, statt Kurzpassspiel wurde zu oft mit langen Bällen versucht, die Abwehrreihen zu überwinden.

Die erste Chance hatte Hasselfelde nach missglücktem Rückpass von Christopher Seil, die Germania-Abwehr konnte im letzten Moment klären. Auf der Gegenseite verpasste Daniel Michaelis eine scharfe Gasch-Eingabe knapp (11.). In der Folge ließen erneut Michaelis per Kopf und Christopher Seil mit einem Freistoß gute Gelegenheiten aus.

In der 29. Minute setzte sich Philipp Reichelt auf der rechten Seite durch, seine Flanke köpfte Lars Herlemann freistehend zum 1:0 für die Einheimischen ein. Doch der Gast zeigte sich weiter kampfstark. Als die Wernigeröder an der Eckfahne nicht konsequent genug angriffen, spielten sich die Hasselfelder in den Strafraum und Christoph Schulz traf im Nachsetzen zum 1:1-Ausgleich.

Auch nach Wiederanpfiff blieb die Partie umkämpft und spielte sich meist zwischen beiden Strafräumen ab. Erst Marco Raue setzte nach 56 Minuten mit einem satten Flachschuss wieder ein Achtungszeichen. Kurz darauf verpassten Philipp Reichelt und Lars Herlemann eine Freistoßeingabe von Christopher Seil knapp (62.). Keine zwei Minuten später sahen die wenigen Zuschauer die schönste Kombination des Spiels über Denny Milde und Daniel Michaelis, doch Milde traf den Ball nicht voll.

Auch die Gäste aus em Oberharz hatten nach einem Eckball und durch eine schöne Einzelaktion gute Möglichkeiten zur Führung. Der Eckstoß wurde abgewehrt, der Schuss von Sebastian Teege strich knapp am Pfosten vorbei. Weitere Gelegenheiten von Denny Milde (74.) auf der einen sowie Sebastian Teege (75.) auf der anderen Seite blieben ebenso ungenutzt, wie die beiden letzen Großchancen der Wernigeröder. Daniel Michaelis (81., Kopfball) und Robert Mendritzki, der vier Minuten vor dem Ende der Partie freistehend vor Hasselfeldes Torwart Knut Hahne vergab, verpassten den möglichen Siegtreffer.

Germania Wernigerode: Hertwig - Gasch, Roth, Reichelt (71. Zeidler), Seil, Mendritzki, Anschiz (26. Milde), Peszt, Raue, Herlemann, Michaelis;

Grün-Weiß Hasselfelde: K. Hahne - Heyer, C. Schulz, Barsch, R. Schulz, Rittweger, M. Hahne, Posselt, Teege, Pook (86. Kluge), Lachmund (90.+4 Kommerau);

Torfolge: 1:0 Lars Herlemann (29.), 1:1 Christoph Schulz (36.); Schiedsrichter: Rainer Schäl (Stapelburg); Zuschauer: 36