Die männliche Jugend A des HV Wernigerode hat ihren ersten Saisonsieg in der Sachsen-Anhalt-Liga eingefahren. Gegen den BSV 93 Magdeburg, Vizemeister der Vorsaison, behielt das Kaufmann-Team mit 23:22 die Oberhand.

Wernigerode l Nach zwei Niederlagen zum Auftakt wollte sich die Kaufmann-Sieben vor heimischem Publikum für die schwachen Leistungen zu Saisonbeginn rehabilitieren. Vor allem in der Abwehr war eine deutliche Steigerung nötig. Obwohl in der Voraison beide Partien gegen den BSV 93 verloren gingen, traten die Wernigeröder diesmal mit einer ganz anderen Körpersprache als in den vorherigen Begegnungen auf.

Die Hausherren agierten aus einer sicheren 6:0-Deckung. Die Gäste, die mit Personalsorgen zu kämpfen hatten und vier B-Jugendspieler einsetzen mussten, zeigten aber ihre gute technische Ausbildung und erspielten sich viele gute Chancen. Das Spiel wogte hin und her, kein Team konnte sich in den ersten 20 Minuten (9:10) absetzen. Danach nahmen sich die Hausherren aber wieder die obligatorische Schaffenspause und die Gäste zogen auf 10:14 davon. Bis zur Pause gelang dem HVW noch eine leichte Ergebniskorrektur zum 12:14.

In der Halbzeitansprache fand Coach Kaufmann wohl die richtigen Worte, denn bis zur 41. Minute gelang dem BSV kein Treffer. Immer wieder stand HVW-Keeper Alex Hesse richtig und parierte zehn Würfe in Folge. Auch in der Offensive lief es bei den Wernigerödern besser, obwohl BSV-Torhüter Bauske ebenfalls einige Würfe entschärfte. 17:14 lag die Mannschaft aus dem Harz in Front, ehe die Magdeburger wieder ins Spiel fanden und selbst mit 18:17 in Führung gingen. Beim nächsten Treffer verletzte sich BSV-Torwart Bauske schwer am Knie und musste die Partie beenden. Danach zogen die Wernigeröder bis zur 55. Minute auf 22:19 davon, doch leichte Fehler des Heimteams brachten Magdeburg wieder zum 22:21 heran. In der dramatischen Schlussphase sicherten die Wernigeröder den knappen 23:22 Sieg.

Trainer Jens Kaufmann war nach der Partie sichtlich beeindruckt vom Spielverlauf: "Mein Team hat kämpferisch alles gegeben. Gegen einen solch spielstarken Kontrahenten ist es immer schwer. Wir wollten eine gute variable Deckungsarbeit bieten und die Kreise der Magdeburger stören. Wie schon in der ganzen Saison war auf unseren Torwart Alex Hesse Verlass, der wieder 26 Bälle parieren konnte. Mit unnötigen Strafzeiten brachten wir uns in Not. Auf diesem Weg wünschen wir dem Magdeburger Torwart Leo Bauske alles Gute."

HV Wernigerode: Hesse, Beer- Nitsch, Richter, König, Kaufmann (7), Christiansen (2), Schulze (4), Kalitzki (1), Rühlmann (9), Bartsch