Mit einer derben 1:4-Klatsche hat der FC Einheit Wernigerode die Heimreise vom Landesliga-Gastspiel beim Kreveser SV antreten müssen. Das Notaufgebot der Wernigeröder lieferte beim Aufsteiger eine enttäuschende Vorstellung ab.

Krevese l Vor dem Spiel erreichte das Trainergespann Stein/Helmstedt eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Gleich acht Ausfälle galt es beim Aufsteiger in der Altmark zu kompensieren. Dennoch erarbeiteten sich die Harzer in der Anfangsphase leichte Feldvorteile, eine zwingende Torchance sprang dabei aber nicht heraus. Einzig Kevin Richardt sorgte mit einem Fernschuss über das Gebälk annähernd für Gefahr (23.).

Der Kreveser SV hatte vier Minuten später seine erste gute Möglichkeit, Christoph Braitmaier konnte einen Freistoß per Kopf klären. Nach einer guten halben Stunde tauchte Tassilo Werner noch einmal gefährlich vor dem Tor der Altmärker auf, sein Schuss verfehlte das Ziel nur knapp. Eine Minute vor dem Pausenpfiff waren die Hasseröder nach einem Eckball des Kreveseners Sebastian Oehme schon wieder im Vorwärtsgang, aber ein unnötiger Ballverlust brachte das Leder wieder zurück in die Hälfte der Wernigeröder. Philipp Noack tauchte völlig frei vor Kevin Wellhausen auf, umkurvte den Einheit-Keeper und schoss die Hausherren mit 1:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel hatte der FC Einheit Riesenglück, dass Noack nicht seinen zweiten Treffer nachlegte. Wer jetzt auf eine Reaktion der Harzer gehofft hatte, sah sich getäuscht. Einheit war zwar bemüht, aber die besseren Chancen waren auf Seiten des Aufsteigers. In der 55. Minute konnte Wellhausen einen Freistoß gerade noch an die Latte lenken. Der Kreveser SV befreite sich immer wieder geschickt vom sporadisch aufkommenden Druck der Gäste und legte durch Treffer von Jan-Peter Ernst (63.) und Philipp Kiebach (70.) zur entscheidenden 3:0-Führung nach.

Nur zwei Minuten nach dem dritten Gegentor keimte wieder etwas Hoffnung bei den Wernigerödern auf. Kevin Richardt verwertete eine Eckball von Tassilo Werner zum 3:1. Alexander Kopp hätte die Harzer wieder ins Spiel zurück bringen können, traf aber nur den Pfosten (77.). Die endgültige Entscheidung brachte ein fragwürdiger Elfmeterpfiff des schwachen Schiedsrichters Alexander Machui. Marius Weihrauch ließ Einheit-Keeper Wellhausen keine Chance und stellte den 4:1-Endstand her.

FC Einheit Wernigerode: Wellhausen- Kleiner, Kopp, Braitmaier (79. Hilcke), Günther, Richardt, Werner, Wipperling, Wiese, Wienert, Gottowik;

Torfolge: 1:0 Philipp Noack (44.), 2:0 Jan-Peter Ernst (63.), 3:0 Philipp Kiebach (70.), 3:1 Kevin Richardt (72.), 4:1 Marius Weihrauch (82. Foulstrafstoß), Schiedsrichter: Alexander Machui (Uchtspringe); Zuschauer: 197; bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Marco Wiese (67.).