Das Harzkreis-Derby zwischen dem Blankenburger FV und dem SV Olympia Schlanstedt haben die Gastgeber am Ende deutlich mit 3:1 für sich entschieden. Die 90 Minuten zuvor waren jedoch wesentlich ausgeglichener.

Blankenburg l Die Schlanstedter verbleiben damit weiter auf dem letzten Platz und warten auch nach neun Spieltagen noch auf den ersten Sieg. Nachdem vor wenigen Tagen Trainer Uwe Wilhelm seinen Posten zur Verfügung stellte, gab der aktuelle Cheftrainer Mike Berei Auskunft darüber, wie es beim SVO weitergehen soll: "Bis zur Winterpause mache ich allein weiter, danach wird gehandelt."

Zum Spiel: Die Gäste kamen bemerkenswert gut in diese Partie und gingen sehr früh durch Schweinehagen in Führung. "Tiefschlaf auf allen Positionen herrschte da bei uns", kritisierte BFV-Trainer Holger Löffelmann. Das 1:0 hatte allerdings nur fünf Minuten Bestand. "Nach einem dummen Foul in der Höhe der Eckfahne", so SVO-Coach Berei, landete der anschließende Freistoß beim völlig allein gelassenen Brüser. Der nickte zum 1:1 ein (8.). "Im Gegensatz zu vorherigen Begegnungen haben wir uns diesmal nicht aufgegeben, die Köpfe blieben oben", lobte Berei die folgende Einstellung. Fortan waren beide Mannschaften um Ballbesitz und Torabschlüsse bemüht. Für den BFV hatten Weidner, Leventyüz und Matznick gute Chancen. Zudem drückte Lindner, etatmäßiger Kapitän der zweiten BFV-Mannschaft, mehrfach dem Spiel seinen Stempel auf. Bei den Schlanstedtern verpasste Schweinehagen den zweiten Treffer.

Nach der Pause kostete ein weiterer Schlanstedter individueller Fehler das bis dato wertvolle Remis. Wieder fehlte die Zuordnung und Pinta hatte wenig Mühe, auf 2:1 zu erhöhen (51.). Im Anschluss setzte Olympia alles auf eine Karte. "Wir wollten unbedingt den Ausgleich", erklärte Berei später. Es folgte die Schlüsselszene der Partie. Der SVO bekam einen berechtigten Strafstoß zugesprochen. Den ersten Schuss parierte BFV-Keeper Robinson. Weil aber Leventyüz zu früh in den Strafraum gelaufen war, gab es eine Wiederholung, jedoch ohne Leventyüz, denn der durfte nach der zweiten Gelben Karte vorzeitig duschen. Diesmal scheiterte Kapitän Sebastian Stosch am Pfosten. "Das war symptomatisch für unsere Situation", blickte Berei nüchtern auf diese Szene zurück, "wenn du unten drin stehst, gehen diese Dinger eben nicht rein".

Der SVO rückte weit auf, für den BFV boten sich so etliche Konter. Schröder ließ gleich zwei davon liegen. Kapitän Hendrik Neudek zeigte sich nach einer Ecke treffsicherer und sorgte so für den späten K.o. der Gäste (84.). Löffelmann hatte Lob für die Gäste parat: "Schlanstedt hat guten Fußball gespielt, die werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben."

BFV: Robinson - Hinze (46. P. Neudek), Matznick, H. Neudek, Friedrichs, Pinta (87. Mehnert), Brüser, Leventyüz, Weidner, Schmidt (73. Schröder), Lindner;

SV Olympia: C. Stosch - Eggert, Romankewitz, Ahrens, Trabandt, S. Stosch, Matlach, Stickel, Schweinehagen (68. Lansmann), Krull, Stoffregen (80.Kosinski);

Torfolge: 0:1 Sebastian Schweinehagen (3.), 1:1 Philip Brüser (8.), 2:1 Christoph Pinta (52.), 3:1 Hendrik Neudek (84.); Gelb-Rot: Leventyüz (67.); Schiedsrichter: Florian Mummert; Zuschauer: 64.