Wernigerode (ige) l Zum ungewohnten Sonntag haben die Nachwuchshandballer des HV Wernigerode ihr Auswärtsspiel in der Sachsen-Anhalt-Liga beim BSV "Fichte" Erdeborn mit 29:26 gewonnen.

Gegen den unbekannten Gegner wollte das Team den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle herstellen. Da erneut Rückraumspieler ausfielen, rückte Moritz Riesenberg aus der B-Jugend wieder in die höhere Altersklasse auf. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4/9.) kamen die Gäste besser ins Spiel und gingen mit 10:7 in Führung (17.). Allerdings hätte diese bei schon 16 Fehlwürfen zu diesem Zeitpunkt deutlich höher ausfallen können. Eine Auszeit rüttelte die Hausherren wach, sie nutzten weitere Fehler der Harzer, um das Match in fünf Minuten zum 11:10 zu drehen. Auch zur Pause lag der BSV "Fichte" mit 14:13 vorn.

In der Halbzeitansprache stand neben der Chancenverwertung (25 Fehlwürfe allein in Hälfte eins) auch das Abwehrverhalten im Fokus. Zwar ging der HVW schnell mit 15:14 in Führung, doch Erdeborn konnte die Partie erneut drehen. Beim Stand von 22:19 (45.) sprach vieles für das Team von BSV-Coach Hammerschmidt. Eine Zeitstrafe brachte die Gäste auf 22:21 heran und entfachte den Kampfgeist der Harzer endgültig. Die Abwehr arbeitete konsequenter und die Chancen wurden resolut genutzt. Mit vier Treffern in Folge warfen die Wernigeröder eine 26:23-Führung heraus (55.), diesen Vorsprung ließ sich die Kaufmann-Sieben in einer offenen Schlussphase nicht mehr nehmen.

"Wir wollten heute unbedingt zwei Punkte einfahren. Gegen den unbekannten Gegner taten wir uns lange schwer, wobei wir im gesamten Match irrsinnige 36 Fehlwürfe produzierten und so den Gegner immer wieder seine Chancen boten. In der Schlussviertelstunde hat sich die Mannschaft dann über den Kampf zurück ins Spiel gebracht. Ein Garant für den Sieg war auch diesmal Torwart Alex Hesse mit weit über 20 gehaltenen Bällen", so HVW-Coach Jens Kaufmann.

HV Wernigerode: Hesse- Garm (3), König, Kaufmann (9), Rühlmann (9), M. Riesenberg, Bartsch, Richter (1), Christiansen (4), J. Riesenberg (1), Kalitzki (2).