Beim Spitzenreiter der Bezirksliga, Wacker Westeregeln, haben die Handballer von der SG Stahl Blankenburg eine deutliche Niederlage kassiert.

Blankenburg (fbo) l Unter ganz schlechten Voraussetzungen reisten die Handballmänner der SG Stahl Blankenburg zum Tabellenführer nach Westeregeln. Aufgrund von Verletzungen, Urlaub und Arbeit fehlten neun Spieler. Von denen, die die Reise antraten, hatte ein Einziger diese Woche trainiert. Stefan Schulze spielte nach seiner Verletzung das erste Mal überhaupt wieder, selbst Trainer René Malter stellte sich mit auf, damit im Notfall wenigstens ein Ersatzspieler bereitstand. Damit war klar, dass es in dieser Partie nicht viel zu holen geben würde.

Der Start verlief erwartungsgemäß. Trotz einiger guter Paraden von Torwart Lösche gingen die Gastgeber, bei denen SCM-Außen Yves Grafenhorst an der Seitenlinie verantwortlich ist, mit 4:1 in Führung. Dann begann die stärkste Phase der Blütenstädter. Die Abwehr stand besser und im Angriff war Bewegung, die den Gegner zu Fehlern zwang und von den Gästen zu Toren genutzt wurde. Über die Stationen 5:3, 6:4 und 9:6 war das Spiel ausgeglichen. Dann machten die Blankenburger allerdings den Fehler, die Angriffe zu schnell abzuschließen. Dies bestraften die Gastgeber mit vielen einfachen Toren durch Tempogegenstöße. So warfen sie bis zur Pause eine klare 18:7-Führung heraus.

In der Halbzeit wurden die Probleme nochmals angesprochen. Jedoch ohne Erfolg. Schnell legten die Gastgeber nach. Zwischenzeitlich warfen sie acht Tore in Folge. Nun war klar, dass es nur noch darum ging, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Bis zum 32:11 gelang dieses Vorhaben überhaupt nicht. Die Blankenburger machten immer wieder die gleichen Fehler, ein Debakel bahnte sich an. Erst in den Schlussminuten konnten die Gäste das Geschehen ausgeglichen gestalten. So stand es nach einseitigen 60 Minuten 38:19 für den Tabellenführer. Die dezimierten Blankenburger kassierten die höchste Niederlage der letzten Jahre.

"Natürlich waren die Voraussetzungen schlecht. Trotzdem hätten wir uns besser präsentieren müssen. Der Gegner war keinesfalls übermächtig, was wir in einigen Phasen der Partie gesehen haben. Leider sind wir nicht in der Lage gewesen, mit `Köpfchen` zu spielen. Damit hätten wir hier ein deutlich besseres Resultat erzielt", so René Malter nach dem Abpfiff.

Nun geht der Blick nach vorn. Am kommenden Sonntag erwarten die Blankenburger die Mannschaft aus Thale zum Derby. Mit einem Sieg könnten die Blütenstädter ihren Mittelfeldplatz in der Tabelle festigen.

SG Stahl Blankenburg: Lösche - Schulze (2), Gebauer (1), Czischelski (1), Malter, Wolf (4), Pökel (6), Wenzel (2), Flor (3).