Wernigerode (ige) l Spitzenreiter Hessener SV hat seinen Vorsprung in der Fußball-Harzliga, Staffel 1, durch einen Last-Minute-Treffer in Schlanstedt weiter ausgebaut. Das Verfolgerduell im Ilsenburger Eichholz endete Unentschieden.

FSV Ilsenburg II - Meteor Wegeleben 4:4 (2:3). Die Ilsestädter gingen nach drei Siegen in Folge selbstbewusst in das Topspiel. Die Zuschauer waren noch gar nicht auf ihren Plätzen, als die Gäste erstmals jubelten. Ilsenburgs Cedric Winkel hob den Ball unhaltbar über seinen Keeper ins eigene Tor. Doch die Platzherren kämpften sich zurück, per Doppelpack wendete Christian Sulkowski das Blatt. Wegelebens Antwort folgte prompt, Torjäger Daniel Brock drehte die Partie nach einem Konter und mit sehenswertem Lupfer. Als Marcus Eilert per Kopfball auf 2:4 erhöhte, schien die erste Heimniederlage der FSV-Reserve besiegelt. Doch Ilsenburg kämpfte sich in einer tollen Partie noch einmal zurück. Ein Schuss von Fabian Weber knallte an die Latte, im Nachsetzen markierte Sulkowski seinen dritten Treffer. In der stärksten Phase der Grün-Weißen traf Routinier Steffen Müller zum verdienten Ausgleich. Da Wegeleben in der Schlussphase durch Brock und Eilert zwei "Hochkaräter" vergab, blieb es bis zum Abpfiff des guten Referees Son Tung Nguyen beim gerechten Remis.

Torfolge: 0:1 Cedric Winkel (4. Eigentor), 1:1, 2:1 Christian Sulkowski (14. Foulstrafstoß, 32.), 2:2, 2:3 Daniel Brock (35., 42.), 2:4 Marcus Eilert (63.), 3:4 Steffen Müller (66.), 4:4 Christian Sulkowski (75.); Schiedsrichter: Son Tung Nguyen (Wernigerode); Zuschauer: 60.

Germania Wernigerode II - Fortuna Dingelstedt 2:1 (1:0). Germania übernahm sofort das Zepter und erspielte sich klare Vorteile. Während Safet Ballabani zur Führung traf, ließen Siegmund nach herrlichem Solo und Rauchensteiner gute Chancen aus. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Dingelstedt durch zahlreiche Ungenauigkeiten und Leichtsinnsfehler der Heimelf etwas besser ins Spiel. Nach der Pause fand die Germania wieder ihren Rhythmus, verpasste aber trotz zahlreicher Großchancen die Entscheidung. Gästekeeper Nowack zeichnete sich ein ums andere Mal aus. Völlig überraschend fiel dann der Ausgleich, als zwei Gästespieler frei vor Germania-Torhüter Rohrlack auftauchten. Nachdem der Aufsteiger zuletzt mehrfach nach einer Führung verloren hatte, kam es diesmal anders herum. In der Schlussminute unterschätzte ausgerechnet Dingelstedts bester Spieler, Torhüter Nowack, einen langen Freistoß von René Bergmann und der Ball senkte sich zum umjubelten Siegtreffer ins Tor.

Torfolge: 1:0 Safet Ballabani (15.), 1:1 Fabian Elsner (75.), 2:1 René Bergmann (90.); Schiedsrichter: Frank Golla (Osterwieck); Zuschauer: 11.

Germania Groß Quenstedt - TSV Wasserleben 1:2 (0:0). Die Wasserleber waren mit dem letzten Aufgebot angereist, hatten aber in einer Partie auf mäßigem Niveau die besseren Chancen. So hatte Christian Fengler gleich zweimal das Führungstor auf dem Fuß. Der wegen Personalnot nach langer Pause erstmals wieder eingesetzte Florian Strohmeyer traf schließlich zur verdienten Führung. Als die Heimelf vier Minuten vor Schluss nach einem Eckball ausglich, schien der Sieg dahin. Doch fast im Gegenzug war nach starker Vorarbeit von David Tamke erneut Florian Strohmeyer zur Stelle und avancierte zum Matchwinner.

Torfolge: 0:1 Florian Strohmeyer (67.), 1:1 Jannik Friese (86.), 1:2 Florian Strohmeyer (88.); Schiedsrichter: Robert Gnade (Aspenstedt); Zuschauer: 40.