Blankenburg (fbo) l Am Sonntag stand das Nachbarschaftsduell zwischen der SG Stahl Blankenburg und der Spielgemeinschaft aus Thale/Westerhausen auf dem Programm. Mit 31:30 behielt der Gastgeber knapp die Oberhand.

Die zahlreichen Zuschauer sollten ihr Kommen nicht bereuen, entwickelte sich doch von der ersten Minute eine Partie auf Augenhöhe. Schnell war klar: Der Schlüssel zum Sieg ist in der Abwehr zu suchen. Dem entsprechend packten beide Abwehrreihen zu, ohne jedoch das Erlaubte zu überschreiten.

Den etwas besseren Start erwischten die Gäste, führten e doch 3:1, später 4:2 (6.). Erst beim 5:5 glichen die Blankenburger erstmals aus, hatten aber in dieser Phase bereits wieder einige gute Chancen liegen gelassen. Mitte Halbzeit hatten beide Teams Betriebstemperatur erreicht: schneller attraktiver Handball, sehenswerte Spielzüge wechselten sich ab. Eine Zeitstrafe gegen Thale/Westerhausen nutzten die Hausherren, um sich mit drei Toren abzusetzen (11:8). Diese Führung wurde bis zum 14:11 verteidigt, ehe kurz vor der Halbzeit die Gäste wieder auf 14:13 verkürzten.

Nach dem Wechsel hatten jetzt die Hausherren den besseren Start (18:15). Eine Entscheidung konnten die Blankenburger aber nicht herstellen, die Gäste kamen immer wieder heran und schafften beim 23:23 wieder den Ausgleich. Wer nun glaubte, dass die Partie kippte sah sich getäuscht. Nervenstark legten die Blütenstädter Tor um Tor vor, aber auch die Gäste gaben die Partie nicht kampflos her. Nochmals ein Ausgleich zum 27:27 (53.) sorgte für Spannung im Sportforum.

"Wir haben doch mächtig dazugelernt in der letzten Saison, immer wenn es da knapp wurde, haben wir nicht die richtigen Entscheidungen getroffen, sowohl auf, als auch neben der Platte", waren sich die Blankenburger Trainer Malter/Fickenwirth nach dem Schlusspfiff einig. Für das gewachsene Selbstbewusstsein sprechen die letzten fünf Minuten. Mit Mut und Entschlossenheit warfen Gebauer, Schulze und Kevin Fricke nervenstark vom Siebenmeterpunkt eine 31:28-Führung heraus und da standen noch 1:20 min Restzeit auf der Uhr. Dann machten es die Hausherren spannend, drei Zeitstrafen sorgten für großes Zittern. Beim 3-6 ließen sie noch zwei Tore zu, brachten den Sieg aber mit Geschick über die Zeit.

"Sicher hatten wir zum Schluss etwas Glück, aber das hatten wir uns auch verdient. Ein Lob an die gesamte Mannschaft", freute sich das Stahl-Trainer-Duo nach dem Abpfiff.

SG Stahl Blankenburg: Lösche, Eli - Fricke (1), Gassmann (5), Gebauer (2), Schulze (7), Anders (4), Erb (1), Schlemminger (3), Walter (2), Czieschelski, Niemann (2), Pökel (4).