Mitfavorit SV Westerhausen hat im Halbfinale um den Pokal des Landrats die Segel streichen musste. Die Landesklasse-Elf vom Wolfsberg musste sich beim Harzoberliga-Spitzenteam Germania Wernigerode mit 1:3 geschlagen geben.

Wernigerode l Die zahlreichen Zuschauer am Kohlgarten bekamen ein spielerisch und kämpferisch hochklassiges Spiel geboten, in dem sich letztlich das Team mit den klareren Torchancen und dem größeren Siegeswillen durchsetzte.

Zu Beginn agierte Westerhausen druckvoller, doch die Heimelf hielt mit einer sehr konzentrierten Leistung dagegen und sorgte aus einer defensiven Grundhaltung heraus für Torgefahr. Nach langem Diagonalball von Christopher Seil brachte Lars Herlemann das Leder nicht richtig unter Kontrolle und schoss über das Tor. Die Westerhäuser überzeugte in der Folge mit gutem Kombinationsspiel und brachte die Wernigeröder mehrfach in Bedrägnis. Als sich Daniel Weber in der 14. Minute im Dribbling gegen die gesamte Abwehr durchsetzte und den Ball scharf in die Mitte spielte, lenkte Denny Milde das Leder zum 0:1 ins eigene Tor ab. Kurz darauf hätte Martin Panterodt die kurze Verunsicherung der Germanen fast zum zweiten Gästetreffer genutzt, er traf aus kurzer Entfernung aber nur den Pfosten.

Danach suchte der Gastgeber etwas mutiger den Weg nach vorn, Schüsse von Lars Herlemann und Denny Milde parierte Gästekeeper Heiko Meißner stark. In der 32. Minute war er allerdings machtlos. Marco Raue hatte sich mit mit energischer Zweikampfführung am Strafraum den Ball erkämpft und vollendete flach ins rechte untere Eck. Auch im weiteren Verlauf boten beide Teams ansehnlichen, schnellen Kombinationsfußball. Westerhausen wirkte optisch überlegen, Wernigerode stellte bereits im Mittelfeld die Räume geschickt zu. Für ein letztes Raunen auf den Rängen vor der Pause sorgte Christopher Seil, der einen Freistoß aus 40 Metern nur knapp am linken Toreck vorbei schoss.

Auch nach dem Wechsel ein unverändertes Bild: Westerhausen war um Spielkontrolle bemüht, die Hausherren setzten mit geradlinigen Angriffen die notwendigen Nadelstiche nach vorn. Nach 55 Minuten fasste sich Marco Raue ein Herz, setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und schloss erneut per Flachschuss zum 2:1 ab. Westerhausen zeigte sich aber kaum beeindruckt und spielte weiter nach vorn, doch spätestens an der Strafraumgrenze war Endstation. Auch weil die Torjäger Friedrich Reitzig und Martin Panterodt von Felix Gasch und Maximilian Krebs hervorragend abgeschirmt wurden.

Deutlich gefährlicher waren die Offensivaktionen der Germania. Ein Schuss von Lars Herlemann strich knapp am Pfosten vorbei, den Kopfball von Christopher Seil musste Steven Pflug auf der Linie klären. Nach 70 Minuten machte auch Friedrich Reitzig mit einer guten Chance auf sich aufmerksam, verzog aber. Wenig später sorgte der Harzoberligist für die Entscheidung, als Daniel Michaelis einen Freistoß am langen Pfosten stehend zum 3:1 vollendete. Westerhausen setzte nun zwar alles auf eine Karte, bei den daraus resultierenden Konterchancen verpassten Oliver Dolch, Daniel Michaelis und Christopher Seil einen noch höheren Sieg.

Germania Wernigerode: Sänger - Peszt, Gasch, Krebs, Reichelt, Roth (77. Franke), Anschiz (85. Dolch), Milde, Seil, Raue, Herlemann (68. Michaelis);

SV Westerhausen: Meißner - Michaelis, Pflug, Fricke, Maulhardt, Borchardt, Zablinski (46. Blum), Weber, Fiebig, Panterodt (69. Schreiber), Reitzig;

Torfolge: 0:1 Denny Milde (14. Eigentor), 1:1, 2:1 Marco Raue (32., 55.), 3:1 Daniel Michaelis (79.); Schiedsrichter: Markus Mende (Oberharz am Brocken); Zuschauer: 128.