Wernigerode (ige) l Vor einer schweren Aufgabe stehen die Handballer des HV Wernigerode am Sonnabend in der Sachsen-Anhalt-Liga. Zu ungewohnter Anwurfzeit um 15 Uhr erwartet das Team von Trainer Björn Ahlsleben den amtierenden Landesmeister SV Langenweddingen in der Stadtfeldhalle.

Der Vorjahresmeister hat zwar durch einige Abgänge seine Dominanz in der Sachsen-Anhalt-Liga eingebüßt, zählt aber weiterhin zu den Topteams der Liga. Vor allem daheim sind die Langenweddinger eine Macht, in fremden Hallen stehen bereits zwei Niederlagen zu Buche. Bei den Wernigerödern ist die Tendenz eher gegenläufig, zwei Siegen in der Fremde steht nur ein Erfolgserlebnis in heimischer Halle gegenüber.

Auch für das Spiel gegen den Tabellendritten sieht die Prognose von Trainer Björn Ahlsleben eher verhalten aus. "Die Anfangseuphorie ist uns etwas verloren gegangen, es herrscht momentan eher Unzufriedenheit über die aktuelle Situation", umschreibt der HVW-Coach die Stimmung in seiner Mannschaft. "Uns fehlt mal ein richtiges Erfolgserlebnis, allerdings müssen hierzu alle Spieler hundertprozentigen Willen zeigen. Das beginnt schon damit, im Training alles zu geben, um unbedingt in die Mannschaft zu wollen. Und setzt sich im Spielbetrieb fort, wo immer wieder Vorgaben nicht richtig umgesetzt werden", vermisst Björn Ahlsleben die erhoffte Entwicklung, gerade im spielerischen Bereich.

Vielleicht wird die Partie gegen den SV Langenweddingen zum erhofften Brustlöser, die personellen Voraussetzungen dafür sind gegeben. Bis auf die Langzeitverletzten Tobias Poetzsch und Florian Fahrtmann dürften alle Mann an Bord sein.