Wernigerode (ige) l Der HV Wernigerode hat gegen den amtierenden Landesmeister SV Langenweddingen eine bittere 27:28-Niederlage einstecken müssen. Einmal mehr waren es individuelle Fehler, die das Ahlsleben-Team um den Sieg brachten.

Beide Teams lieferten sich über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe. Ein 4:2 der Wernigeröder wandelte der Tabellenzweite in eine zwischenzeitliche 6:4-Führung um. Zur Pausensirene lagen dann wieder die Wernigeröder mit 12:11 vorn. "Schon in der ersten Halbzeit haben wir es in den entscheidenden Phasen immer wieder versäumt, den Vorsprung auszubauen. Wir spielen nach einem Zwei-Tore-Rückstand richtig gut, verfallen dann aber wieder in den alten Trott", so Trainer Ahlsleben.

Ähnlich gestalteten sich auch die Schlüsselszenen in der zweiten Halbzeit. So kassierten die Wernigeröder bei einer Zwei-Tore-Führung und Überzahl eine unnötige Zeitstrafe, die eine mögliche Vorentscheidung verhinderte. "Immer wenn es in die wichtigen Phasen der Partie ging, haben wir kopflos gespielt. Der Wille ist zwar erkennbar, aber Fehlabspiele und unnötige Würfe zogen sich in diesen Situationen wie ein roter Faden durch das ganze Spiel", analysierte Ahlsleben. Zweimal gab sein Team beim Stand von 16:14 bzw. 26:24 eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, um am Ende wieder mit leeren Händen da zu stehen.

HV Wernigerode: Wisotzky, Zimmermann - Czaja (2), Müller (10/2), Rinke (3), Nierlein (1), Eicken (2), Weist (3), Hoffmann (4), Meißner (1), Stecker, Wilde, Völkel, Erdmann;

Zeitstrafen: HVW 5 - Langenweddingen 5; Siebenmeter: HVW 3/2 - Langenweddingen 6/5.