Der VfB Germania Halberstadt II hat wieder "zugeschlagen". Gegen den SV Lok Aschersleben setzte sich das Team vom Trainergespann Armes/Stachowiak deutlich mit 6:2 (5:0) durch.

Halberstadt (fbo) l Einmal mehr bewies die Regionalligareserve, dass sie die angriffsstärkste Mannschaft der Liga ist. Zudem baute Denny Piele mit insgesamt vier Treffern seine Führung in der Torschützenwertung aus.

Die Germania machte unmissverständlich klar, dass sie dieses Heimspiel gewinnen wollte. Der Gegner wurde ernst genommen und früh gestört, so dass Lok gar nicht zur Entfaltung kam. Schon früh erspielte sich der VfB eine Großzahl guter Möglichkeiten. Wären an diesem Spieltag alle Chancen erfolgreich abgeschlossen wurden, hätte der Gast sicherlich eine zweistellige Gegentoranzahl hinnehmen müssen.

Mit viel Bewegung ließ Halberstadt permanent die Kugel laufen. Eine Einzelaktion Pieles brachte die 1:0-Führung. Auch das 2:0 und das 3:0 gingen auf die Kappe des Torjägers. Der lupenreine Hattrick war schon nach 20 Minuten perfekt. Zweimal hatte Max Worbs, der diesmal aus dem Kader der "Ersten" zur Unterstützung bereit gestellt wurde, vorbereitet. Worbs selbst hatte zwischendurch die Chance zum 3:0, doch er scheiterte vom Elfmeterpunkt. Besser machte es nach einem weiteren strafstoßwürdigen Foul Robert Rode, der nach Verletzungspause erstmals für 45 Minuten ran durfte. Ein verunglückte Abwehraktion der Aschersleber sorgte sogar noch für den fünften Treffer vor dem Seitenwechsel.

Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff stellte Piele endgültig die Weichen auf Sieg. Nach dem 6:0 war merklich die Spannung beim VfB Germania raus. Der VfB Germania ließ den Ball nicht mehr so überzeugend durch die eigenen Reihen laufen. Es fehlte an Laufbereitschaft, auch die Rückwärtsbewegung stimmte nicht mehr. So kam es zu Leichtsinnsfehlern und immerhin drei Lok-Treffern in den verbleibenden 30 Minuten.

Karsten Armes hatte dafür logischerweise Kritik parat: "Das sind mehr als Schönheitsfehler, die uns gegen andere Gegner durchaus Punkte gekostet haben - siehe Förderstedt. Wir müssen noch lernen, den Gegner über 90 Minuten zu fordern. Hinten müssen wir kompakter stehen." Lob hatte er für Schieri Schweinefuß über, der ohne gelbe Karten auskam.

VfB Germania II: Guderitz - Wanka, Helmholz (28. Ewert), Meyer, Piele, Rode (46. Apelt), Ch. Madaus, Probst (79. Hilke), Schmidt, Worbs, C. Madaus;

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Denny Piele (3., 8., 20.), 4:0 Robert Rode (FE, 25.), 5:0 Steve Fabinger (ET, 34.), 6:0 Denny Piele (51.), 6:1 Yves Brüggemann (62.), 6:2 Patrick Illiger (65.), 6:3 Tobias Grosse (85.); Schiedsrichter: Sven Schweinefuß.