Wernigerode (ige) l Eine knappe 33:35-Niederlage hat die männliche Jugend A des HV Wernigerode im Heimspiel der Sachsen-Anhalt-Liga gegen den Spitzenreiter USV Halle hinnehmen müssen.

Aus den bisherigen Duellen war den Harzern bekannt, dass die Hallenser hauptsächlich von der Energie und Durchschlagskraft der Behrends-Zwillinge leben. Dies wollte Coach Kaufmann mit einer Manndeckung gegen einen der Brüder unterbinden. Das Vorhaben ging aber nicht auf. Zwar wurde einer der Zwillinge neutralisiert, aber der andere machte mit der HVW-Deckung was er wollte. Die viel zu passive Abwehr wurde mit geschicktem Zweikampfverhalten förmlich auseinander genommen. Fast ehrfürchtig ließ man Sascha Behrends ein ums andere Tor werfen. Eine Auszeit beim Stand von 7:10 sollte die Wende bringen, doch auch eine doppelte Manndeckung war nicht von Erfolg gekrönt. Eine Auszeit der Gästetrainer beim 11:15 (19.) wurde erneut zu taktischen Umstellungen genutzt, mit einer 6:0-Deckung konnte der Angriffsschwung der Saalestädter etwas gebremst werden. Zur Pause kämpfte sich der HVW auf 17:20 heran.

Trotz des Appells von Trainer Kaufmann in der Kabine bestimmten die Hallenser Zwillinge weiter die Partie, der USV baute die Führung auf 21:16 aus (37.). Der HVW gab sich aber nicht auf, angepeitscht von Trommler "Atze" Lindner und den Fans gelang der Anschluss zum 25:26 (40.). In einer spannenden Phase verpasste der HVW durch mangelnde Cleverness den Ausgleich. Stattdessen zog der USV entscheidend auf 28:33 (53.) davon, die Schlussoffensive brachte nur noch Ergebniskosmetik zum 33:35.

"Einerseits muss man klar sagen, dass wir es als Team nicht geschafft haben, gegen die mit 29 Toren überragenden Behrends-Zwillinge zu bestehen. Andererseits haben meine Jungs nicht aufgegeben und bis zur letzten Minute gefightet", war Jens Kaufmann nach dem Spiel hin- und hergerissen.

HV Wernigerode: Hesse, Beer- Garm (1), König, Kaufmann (12), Rühlmann (6), Bartsch (1), Christiansen (3), Kalitzki, Schulze (10), Tischer, Richter.