Wernigerode (ige) l Die Handballer des HV Wernigerode haben in der Sachsen-Anhalt-Liga das Duell beim Tabellennachbarn HSG Wolfen 2000 mit 34:26 (20:12) gewonnen und sich damit etwas Luft zu den Abstiegsrängen verschafft.

Der HV Wernigerode erwischte einen klassischen Fehlstart, nach fünf Minuten lag die HSG Wolfen mit 4:0 in Führung. Erst ein Foul an Norman Hoffmann rüttelte die Mannschaft von Trainer Björn Ahlsleben richtig wach. Den fälligen Strafwurf verwandelte Gorden Müller, dies war zugleich das Signal für seine Mannschaft. Mit einem 8:1-Lauf in den nächsten acht Minuten warfen die Wernigeröder eine 8:5-Führung heraus. Auch im weiteren Verlauf war der HVW das bessere Team und baute seinen Vorsprung bis vier Minuten vor der Pause auf zehn Tore aus (18:8/26.). Über eine bärenstarke Deckung wurde mit Tempo nach vorn gespielt, wo die Harzer ihre Angriffe endlich mit der, vom Trainerteam erhofften Effizienz, verwandelten. Von allen Positionen strahlten die Wernigeröder Torgefahr aus. Zur Pausensirene konnte Wolfen den Rückstand nur noch leicht auf 12:20 verkürzen.

Im zweiten Spielabschnitt beließ es der HV Wernigerode dabei, den deutlichen Vorsprung zu verwalten. "Mit einem ähnlichen Tempo wie in der ersten Halbzeit hätte der Sieg deutlich höher ausfallen können", so Co-Trainer Marco Götting. Dennoch geriet der Sieg zu keiner Phase ernsthaft in Gefahr. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung beim 20:30 (47.) noch einmal auf zehn Tore an, zur Schlusssirene kämpfte sich die HSG Wolfen wieder leicht auf 26:34 heran.

"Der Grundstein zum Sieg wurde mit einer starken Mannschaftsleistung gelegt, aus der Eddy Eicken und Torwart Andreas Wisotzky noch etwas herauszuheben sind", so Götting. Mit diesem Sieg haben sich die Wernigeröder das hoffentlich nötige Selbstvertrauen für das nächste Heimspiel geholt, mit einem Sieg über die SG Seehausen kann sich die Ahlsleben-Sieben in die obere Tabellenhälfte vorarbeiten.

HV Wernigerode: Wisotzky - Rinke (3), Müller (7), Czaja (1), Hoffmann (3), Nierlein (5), Eicken (9), Stecker (3), Meißner (1), Wilde (1), Erdmann (1), Karau, Csordas;

Zeitstrafen: HSG Wolfen 6 - HV Wernigerode 2; Siebenmeter: Wolfen 3/2 - HV Wernigerode 5/4.