Langenstein (mak) l Einen Abstiegsrang inne und nur sechs Punkte auf dem Konto: Im Normalfall wäre die Lage, in der sich der SV Langenstein in der Fußball-Landesklasse, Staffel III, befindet, am besten mit einem Wort zu beschreiben: Ratlosigkeit. Doch beim Aufsteiger, der auch am Sonnabend gegen die SG Germania Wulferstedt mit 0:2 (0:0) verlor, ist man der Ursache längst auf die Schliche gekommen. "Wir erarbeiten uns nicht genug Torchancen. Immer wieder fehlt der entscheidende Pass", weiß Sebastian Knobbe, Spieler und Vereinsvorsitzender.

Und so wussten die Hausherren gegen den Favoriten aus Wulferstedt vor allem in der ersten Hälfte zu überzeugen. "Wir waren körperlich präsent und Wulferstedt kam zu keinen zwingenden Chancen", so Knobbe. Eine gut organisierte Defensive ließ nicht viel zu, so dass die Gastgeber zum Halbzeitpfiff zumindest mit einem Punktgewinn liebäugelten.

Nach dem Seitenwechsel hatten Knobbe und Co. gar mehr vom Spiel. Einzig: "Wirkliche Torchancen sprangen dabei nicht heraus." Warum beide Teams in der Tabelle satte 18 Zähler trennen, wurde schnell deutlich. So schloss Daniel Brunke sein Solo mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 1:0 ab (54.) und Sebastian Stadler markierte drei Minuten später per Strafstoß das 2:0 für die Germania (57.). Zuvor sprang Sebastian Kischel der Ball beim Klärungsversuch im eigenen Strafraum an die Hand. Ein Pfostenschuss der Gäste verhinderte eine noch deutlichere Pleite.

Vier Zähler trennen den SV Langenstein nun schon vom rettenden Ufer. Laut Knobbe kein Grund zum Verzweifeln: "Irgendwann werden wir den Bock umstoßen." Ratlosigkeit ist schließlich kein Thema beim SVL.

SV Langenstein: Glimm - Kischel, Ferdenus, Staat (77. Borchert), Bellan, Menzel, Amtage, Eichstaedt (46. Gifhorn), Fischer, Herschelmann, Röder;

Torfolge: 0:1 Daniel Brunke (54.), 0:2 Sebastian Stadler (57., EM); Schiedsrichter: Dirk Rittweger (Eggersdorf); Zuschauer: 80.