Drohndorf (mak) l Es ist wohl nicht untertrieben, zu behaupten, dass der Blankenburger FV am Sonnabend zwischen den Extremen wandelte. So war die erste Hälfte aus Sicht von Trainer Holger Löffelmann nicht weniger, als "die beste Halbzeit, die der Blankenburger FV in den letzten Jahren gezeigt hat". Am Ende war diese Erkenntnis jedoch nichts wert. Vor allem, "weil wir in der zweiten Hälfte nur noch schlecht waren", beschrieb Löffelmann die zwei Gesichter seines Teams, das sich am Ende beim FSV Drohndorf/Mehringen mit 1:2 (1:0) geschlagen geben musste.

Dabei sah es zunächst so aus, als könnten die Harzer in Drohndorf den dritten Auswärtssieg der Saison einfahren. "Blankenburg hat stark angefangen und unsere Mannschaft unter Druck gesetzt", hatte Norbert Schwab, Vereinsvorsitzender des FSV, beobachtet. Folgerichtig münzten die Gäste ihre spielerische Überlegenheit dann auch in Zählbares um. So markierte Philipp Brüser nach einem Eckball das verdiente 1:0 (29.). Einziges Manko: Die Löffelmann-Elf versäumte es, nachzulegen.

"Nach der Pause haben wir das Spiel komplett aus der Hand gegeben, keinen Zugriff mehr gefunden und Drohndorf zum Kontern eingeladen", so Löffelmann. So markierte Carlo Bochnig zunächst das 1:1 (50.), ehe Dominik Ernst die Hausherren mit 2:1 in Führung brachte (59.). Am Ende hatten die Blankenburger gar noch Glück, dass die Salzländer weitere drei Kontermöglichkeiten ungenutzt ließen. Co-Trainer Kersten Lüttich, der den rot-gesperrten Daniel Robinson im Tor vertrat, parierte stark.

Ein Grund für den Leistungsabfall nannte Löffelmann dann auch recht deutlich: "Der letzte Schritt vom Talent hin zum Männerfußball fehlt einfach noch bei vielen." Seiner Meinung nach hat seine Elf mindestens sechs Punkte in der laufenden Hinrunde verschenkt. "Das haben wir selber aus der Hand gegeben."

Blankenburger FV: Lüttich - Schwarzenberg, Matznick, Neudek, Krause, Reinhardt, Pinta, Brüser, Leventyüz, Lehmann, Neumann;

Torfolge: 0:1 Philipp Brüser (29.), 1:1 Carlo Bochnig (50.), 2:1 Dominik Ernst (59.); Schiedsrichter: Steffen Neumann (Staßfurt); Zuschauer: 71.