Wie in jedem Dezember wurde auch dieses Jahr im FSZ zum achten Mal der Thofu-Cup durchgeführt. Thofu ist eine besondere Art des Fußballtennis, bei der das Volleyballnetz auf zwei Meter Höhe gespannt ist.

Halberstadt (fbo) l "Dadurch können junge Talente in einem sportlichen Wettkampf gegen Profifußballer antreten, ohne durch Körpergröße oder Alter im Nachteil zu sein", erklärte Initiator Thomas Waldow.

Das Teilnehmerfeld erstreckte sich auch dieses Mal von den D-Junioren über die C-, B- und A-Junioren des VfB Germania bis zu den Männerteams der Oldies, der zweiten und der ersten Mannschaft des Vereins. Außerdem stand das traditionelle "Thofu-Team" am Netz. Das ist eine Mannschaft, die aus Spielern zusammengestellt wird, die in ihrer Jugendzeit für Germanias Nachwuchsteams aktiv waren. Für diese achte Auflage konnten, nach der Absage von Maik Franz, der in Berlin demnächst Nachwuchs erwartet, Germanias ehemaliger Stammtorhüter Sebastian Kischel, Bundesligaprofi Nils Petersen, Rückkehrer Florian Beil und Ernst Benser (gerade vom Halleshen FC in die A-Jugend nach Jena gewechselt) gewonnen werden.

Die Vorstellung der einzelnen Spieler übernahm VfB-Stadionsprecher Bernd Waldow, der mit Unterstützung von Halberstadts Disco-Urgestein Bernd Lichtenfeld auch durch die Veranstaltung führte. Vor circa 100 Zuschauern sowie Vertretern des KFV Harz und der Vereinsführung des VfB Germania wurden unter Beifall in der verdunkelten Sporthalle alle Turnierteilnehmer im Scheinwerferlicht auf das Spielfeld geleitet. Zwischen den Turnierspielen sorgten Interviews mit einzelnen Persönlichkeiten für besondere Unterhaltung.

Für die Überraschung des Abends sorgten die jüngsten Teilnehmer, die D-Junioren. Das Team von Trainer Denis Becker gewann tatsächlich vier seiner acht Turnierspiele. Damit haben Marcus Grund, Janne Hartmann, Richard Götting und Jirka Gebhardt das beste Ergebnis dieser Altersklasse der Thofu-Geschichte erzielt.

Beeindruckende Ballwechsel und akrobatische Aktionen der Fußballer sorgten oft für Szenenapplaus bei den Zuschauern. So sah man zum Beispiel bei Auftritten der "Oldies" Erik Hartmann mehrfach mit Fallrückziehern am Netz, nach gekonnten Anspielen von Steffen Wiekert oder Dirk Kanter. Teilweise wurde der Ball länger als zwei Minuten im Spiel gehalten, ohne dass ein Spieler einen technischen Fehler beging. So gab es im Spiel der Regionalliga-Männer gegen das Thofu-Team die wenigsten Fehler. Die oberen Podestplätze dieser Teams waren am Ende auch überaus gerechtferigt.

Technisch stark, aber in einigen Situationen unglücklich agierte die Landesliga-Mannschaft. Florian Köhler, Steven Rentz und Marcel Probst ordneten sich am Ende etwas überraschend auf Rang sieben ein.

Die Siegerehrung übernahmen Nachwuchsleiter Holger Eheleben und Abteilungsleiter Frank Butzke. Ohne Punktverlust und mit 113:52 Spielpunkten gewannen Carl-Christoph Labisch, Max Worbs, Jan Christian Meier und Philip Schubert dieses Turnier und wurden damit "Thofu-Weltmeister" 2014.

Der VfB Germania bedankte sich herzlich beim Wettkampfgericht um Bernd Waldow, bei den Schiedsrichtern Daniel Ewert, Jerome Wegner und Robin Gesell, die alle Spiele ohne Pause souverän leiteten, sowie bei Peter Barz und Tino Sawall für die große Unterstützung.

Cheforganisator Thomas Waldow: "Nicht zuletzt gilt der Dank dem Team des Freizeit- und Spotzentrum für die Unterstützung bei der Durchführung und der Bewirtung dieser Veranstaltung." Am Ende erhielten alle Teams Pokale, Urkunden und Sektflaschen mit einem speziellen Etikett. Die Spieler vom Siegerteam wurden zusätzlich mit "Weltmeister T-Shirts" bedacht.

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