Wernigerode l Die Partie der beiden Tabellennachbarn - der Landsberger HV rangierte vor dem Anpfiff mit drei Zählern mehr auf dem Konto auf Rang sechs - wurde vom Anpfiff weg von zwei starken Abwehrreihen dominiert. Die Gastgeber legten in der Anfangsphase jeweils den Führungstreffer vor, der HV Wernigerode glich postwendend aus. Nach sieben Minuten standen für beide Teams gerade zwei Tore auf der Habenseite. Der folgende Treffer zum 3:2 für die Landsberger sollte gleichzeitig die letzte Führung für die Hausherren bleiben. Mit drei Treffern in Folge setzte sich der HVW auf 5:3 ab, zu diesem Zeitpunkt waren bereits 20 Minuten gespielt. Es folgte die "torreichste" Phase der Partie, in der die Wernigeröder ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf vier Tore ausbauten. Mit dem letzten Treffer des ersten Spielabschnitts konnte der Landsberger HV den Rückstand auf 7:10 verkürzen.

Auch nach Wiederanpfiff änderte sich nichts an der Torarmut, zwei gut arbeitende Abwehrreihen und starke Torwartleistungen auf beiden Seiten gestalteten den Kampf um jedes Tor zu einem überaus zähen Ringen. Bei aller Entschlossenheit und Konsequenz agierten beide Teams sehr diszipliniert und fair, was sich in den lediglich vier Zeitstrafen über 60 Minuten widerspiegelt. Mit dem ersten Treffer nach Wiederanpfiff zum 8:10 und beim Stand von 12:14 kämpfte sich der Landsberger HV zwischenzeitlich noch einmal auf zwei Tore heran, die verbleibende Spielzeit pendelte der Vorsprung des HV Wernigerode immer zwischen drei oder vier Toren hin und her.

"Durch die überaus intensive Abwehrarbeit fehlte uns im Angriff bei einigen Aktionen die nötige Ruhe und Kraft, das Spiel schon früher zu unseren Gunsten zu entscheiden", analysierte Co-Trainer Marco Götting den Verlauf der zweiten Halbzeit. "Am Ende hat das Team gewonnen, welches im Angriff die etwas geringere Fehlerquote hatte", fügte Götting hinzu. Spätestens beim Stand von 13:17 war die Partie bei weniger als vier Minuten Spielzeit zu Gunsten der Wernigeröer entschieden.

Aus einer vor allem kämpferisch überzeugenden Mannschaft hob er neben Keeper Andreas Wisotzky und dem besten Torschützen Gorden Müller, der mit neun Treffern fast die Hälfte aller HVW-Treffer erzielte, auch Abwehrchef Eddy Eicken leicht hervor.

Durch den Sieg kämpften sich die Wernigeröder bis auf einen Punkt an den Landsberger HV heran. Bevor es für die Ahlsleben-Sieben in die lediglich drei Wochen andauernde "Winterpause" über die Feiertage geht, steht am kommenden Sonntag noch das Achtelfinale im Harz-Börde-Pokal auf dem Programm. Die Partie beim Tabellenvierten der Verbandsliga Süd beginnt um 11 Uhr.

HV Wernigerode: Wisotzky - Czaja (3), Meißner, Müller (9/2), Rinke (1), Hoffmann, Nierlein (2), Eicken (1), Karau (2), Völkel (1), Wilde, Weist, Csordas;

Zeitstrafen: Landsberger HV 3 - HV Wernigerode 1; Siebenmeter: Landesberger HV 5/3 - HV Wernigerode 2/2.