Am letzten Punktspiel des Jahres hat der HT beim Spitzenreiter Wacker Westeregeln mit 23:28 verloren. Unter den gegebenen Umständen hat der HT das Beste daraus gemacht und dem Gastgeber wahrlich Paroli geboten.

Halberstadt (fbo) l Die ersten zehn Minuten in diesem Spitzenspiel waren ausgeglichen. Auf beiden Seiten wurden mehrere Chancen vergeben. Die HT-Abwehr stand stabil und hatte in ihrem Torwart Jan Pesenecker über das ganze Spiel einen sicheren Rückhalt. Nach 15 Minuten kippte das Spiel. Da der HT weiterhin seine Chancen liegen ließ und es unerklärlich viele Ballverluste gab, konnten die Gastgeber ihre Schnelligkeit per Konter ausspielen. Schnell stand es 10:4. Christian Dörge versuchte seine Mitspieler ins Spiel zu bringen, das gelang aber nur phasenweise. Ab der 20 Minute wurde Torsten Reuner verletzungsbedingt ausgewechselt, somit musste Bastian Liebscher, gelernter Kreisspieler, im Aufbau ran. Das tat er sehr ordentlich. Halberstadt verkürzte bis zur Halbzeit auf 16:11.

Zum Anfang der zweiten Hälfte folgte der nächste Verletzte auf HT-Seite. Harbach wurde auf Höhe der Mittellinie im Gesicht getroffen. Mit Verdacht auf Nasenbeinbruch musste er durch Tim Fröhlich ersetzt werden. "Eigentlich hätte es Rot dafür geben müssen", so Trainer Olaf Feldheim, "die Schiris gaben aber leider nur eine Zweiminutenstrafe".

Der Gastgeber zog nun immer mehr davon. Immer wieder fanden sie die Lücken in der HT-Abwehr, in der vor allem die jungen Spieler Lehrgeld zahlten. Beim Stand von 25:15 schien es, als würde die Feldheim-Sieben untergehen. Der HT gab aber nicht auf. Nachdem sich auch noch Fröhlich verletzte und Harbach, trotz lädierter Nase, wieder eingewechselt wurde, gab es einen Ruck, der durch die Mannschaft ging. In der Abwehr wurde jetzt beherzt zugefasst. Die daraus resultierenden Konter schloss Herrmann zum 26:19 ab. Doch jetzt ließen die Kräfte der HT-Sieben merklich nach und die Aufholjagd kam zu spät. Auch wenn die beiden letzten Treffer durch Krause und Hamma zum Endstand von 28:23 auf das Halberstädter Konto gingen, der Sieg des Gastgebers wurde nicht mehr verhindert.

Trainer Olaf Feldheim zeigte sich trotz Niederlage nach dem Abpfiff zufrieden: "Kompliment an die Mannschaft. Kämpferisch ist ihr absolut nichts vorzuwerfen. Und, wenn man bedenkt, dass wir ab der 20. Minute nicht mehr wechseln konnten und wir trotzdem unsere Chancen hatten, ist das Ergebnis nicht hoch genug einzuschätzen."

HT 1861 Halberstadt: Th. Reuner, Pesenecker - Krause (5), Hamman (3), Dörge (7), Fröhlich, Herrmann (2), Liebscher (4), Harbach (2), T. Reuner.