Elbingerode (ige) l Im letzten Hinrundenspiel der 2. Regionalliga Ost haben die Bodfeld Baskets doch noch ihre erste Saisonniederlage kassiert. Auf die Tabelle hatte das 73:82 beim SV Empor Berlin für die Oberharzer aber keine Auswirkungen, auch Mitkonkurrent Tiergarten ISC 99 kassierte im Hauptstadtderby bei ALBA Berlin II eine 82:83-Niederlage.

Die Gastgeber traten hochmotiviert auf und erwischten einen "Sahnetag". Das erste Viertel begann so gar nicht nach dem Geschmack von Gästecoach Schäfer, Berlins Topscorer Sean Michael Jackson (31 Punkte) versenkte den Ball den Ball gleich dreimal von Jenseits der Drei-Punkte-Linie. "Es ist simpel: Wir hatten klare Regeln, welches System wie verteidigt wird. Wenn dann immer wieder zwei von fünf Spielern schlafen, lässt man einen Schützen schnell warm laufen", so Schäfer. Konsequenz war ein deutlicher 16:25-Rückstand nach dem ersten Viertel. Im zweiten Abschnitt lösten die Oberharzer ihre Handbremse in der Defense. Auch im Offensivspiel agierte die BBO wieder kreativer, brachten ihre großen Leute unter dem Brett besser ins Spiel und verkürzten den Rückstand zur Pause auf 34:40.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Empor Berlin sehr kampfstark, schmiss sich in jedes Rebound-Duell. Und das mit Erfolg, denn zu viele zweite Wurfchancen zerstörten das Defensivgebilde der Baskets. Weder Offensiv noch Defensiv zeigten die Oberharzer ihre Reboundstärke, folgerichtig bauten die Berliner ihren Vorsprung bis zum Ende des dritten Spielabschnitts auf acht Punkte aus (62:54).

Im Schlussviertel waren die Bodfeld Baskets um eine Aufholjagd bemüht, kamen aber nie näher als fünf Punkte an die Berliner heran. Die Hausherren spielten abgeklärt und ließen den Vorsprung nie ernsthaft in Gefahr geraten. Eine Minute vor Schluss sorgte dann noch eine Szene für Diskussionsstoff. Die Bodfeld Baskets punkteten, doch die Uhr wurde nicht angehalten. Erst beim nächsten ruhenden Ball wurde die Spielzeit gestoppt, die Uhr aber trotz langer Diskussion nicht korrigiert. Unabhängig vom Spielausgang legten die Oberharzer Einspruch ein.

Die verbleibende Spielzeit war von schnellen Angriffen und darauffolgenden Fouls gekennzeichnet. Kapitän Robert Sturcel erwischte dabei mit null von neun Würfen einen rabenschwarzen Tag. Am Ende behielten die Berliner ungefährdet mit 82:73 die Oberhand.

"Wir haben heute zu ideenlos gespielt und Empor hat uns in die Schranken gewiesen. Den Protest hätte in diesem Moment wohl jeder eingelegt. Wir werden diesen aber nicht weiter verfolgen, da sich Empor Berlin den Sieg mit Herz und Kampf verdient hat. Wir haben es uns heute mit unserer Einstellung selber versaut", so ein angefressener Coach Schäfer.

Bodfeld Baskets Oberharz: Addo (5), Garcia Nivar (11), Sturcel, Harvey (22), Jakstas (19), Matoso (13), Wache (3).