Der HV Wernigerode hat sich im Achtelfinale aus dem HVSA-Pokal verabschieden müssen. Ersatzgeschwächt angereist, zogen die Harzer beim eine Spielklasse tieferen SV Anhalt Bernburg II mit 28:35 den Kürzeren.

Wernigerode l Trainer Björn Ahlsleben musste in der Partie beim Tabellenvierten der Verbandsliga Süd mehrere Leistungsträger ersetzen, somit kamen vier Spieler der A-Jugend zu ihrem Pflichtspieldebüt bei den Männern. "Das war sicher die jüngste HVW-Männermannschaft aller Zeiten, die in Bernburg aufgelaufen ist", meinte Trainer Ahlsleben.

Und diese zeigte in der ersten Halbzeit eine überzeugende Vorstellung, ging mit einem super Start mit 3:0 in Führung. Doch die Oberliga-Reserve des SV Anhalt hielt dagegen und glich bis zur zehnten Minute zum 4:4 aus. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gestaltete sich die Partie ausgeglichen, über ein 9:9 (20.) stand zur Pause ein 13:13-Unentschieden an der Anzeigetafel. "Wir haben in der Deckung gut gestanden und auch einige Treffer sehr gut herausgespielt", so Björn Ahlsleben. Markus Czaja und Lenny Rinke hielten das Tempo aus dem Rückraum hoch, am Kreis wurde Axel Czordas einige Mal sehr gut in Szene gesetzt. "Dennoch haben wir uns einige taktische Fehler geleistet, die eine mögliche Halbzeitführung verhindert haben", bemängelte der HVW-Coach.

Obwohl diese Fehler und das Verbesserungspotenzial in der Pause angesprochen wurden, brachten seine Schützlinge nach dem Seitenwechsel genau das Gegenteil auf`s Parkett. Die Fehlerquote stieg weiter an, vor allem viele einfache Unzulänglichkeit bei Einläufern der Außenspieler ließen die Gegentor-Quote deutlich ansteigen. Auch im Umkehrspiel offenbarten die Wernigeröder einige Schwächen, die viele leichte Kontertore zur Folge hatten. Die Bernburger Reserve mit ihrer gesunden Mischung aus routinierten Spielern und Talenten nutzte diese Fehler konsequent aus und zog über die Stationen 18:14 und 24:18 vorentscheidend davon.

"Individuell waren wir sicher nicht das schlechtere Team, aber in vielen Szene hat sich die fehlende Abstimmung und das mangelnde Spielverständnis bemerkbar gemacht", sah Ahlsleben in der umformierten Mannschaft einen der Hauptgründe für das Pokalaus. Auch die vier A-Jugendspieler bekamen ihre Spielzeiten und lösten ihre Aufgaben insgesamt sehr ordentlich. Die Niederlage konnten sie jedoch nicht verhindern, da Anhalt Bernburg II den herausgespielten Sechs-Tore-Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand gab.

"Schade, dass wir aus dem Pokal ausgeschieden sind, zumal auch mit dieser Mannschaft ein Sieg möglich gewesen wäre", so das abschließenden Fazit von Björn Ahlsleben. Neben den besten Torschützen Markus Czaja und Lenny Rinke, die bei etwas mehr Glück noch mehr Tore hätten erzielen können, bescheinigte er auch Kreisspieler Axel Czordas und Felix Wilde eine gute Leistung.

HV Wernigerode: Zimmermann, Hesse - Czaja (8/4), Rinke (7), Wilde (3), Weist (3), Csordas (3), Stecker (1), Völkel (1), Karau (1), Kaufmann, Schulze (1), Rühlmann (1);

Zeitstrafen: Bernburg II 5 - HV Wernigerode 8; Siebenmeter: Bernburg II 6/5 - HV Wernigerode 5/4.