Blankenburg (ige) l Mit einem klaren 34:20-Sieg im Harzderby gegen den Quedlinburger SV hat die männliche Jugend B des HV Wernigerode ihrem langjährigen Mitspieler Moritz Riesenberg einen würdigen Abschied bereitet.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal, eine Woche zuvor hatte das Team von Trainer Gero Meseck eine klare 19:31-Niederlage in Staßfurt kassiert. Doch diesmal zeigte die Wernigeröder Mannschaft ein anderes Gesicht. Gleich der erste Angriff wurde nach sehenswertem Spielzug zur Führung abgeschlossen. Mit gestärktem Selbstvertrauen zogen die Gastgeber schnell auf 4:1 davon. Beim Stand von 6:2 nahmen die Gäste eine Auszeit, um sich neu einzustellen und den Spielfluss der HVW-Jun- gen zu stören. Dies gelang aber nur bedingt, nur kurzzeitig kam Quedlinburg beim 8:5 noch einmal näher heran. Mit vier Toren in Folge zogen die Hausherren unaufhaltsam davon, ehe eine Knieverletzung bei Moritz Tischer für Unruhe sorgte. Zudem kassierte Fabian Deicke auch noch eine Zeitstrafe. Doch zu diesem Zeitpunkt zeigte sich einmal mehr, wie sich das Team im letzten Jahr weiterentwickelt hat. Bis zur Pause wurde der Vorsprung sogar auf 16:7 ausgebaut.

Während es für Moritz Tischer mit einem stark geschwollenen Knie ab ins Krankenhaus ging, mussten seine Mitspieler beruhigt und neu aufgestellt werden. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatten die Hausherren noch leichte Probleme, beide Seiten leisteten sich viele Fehler. Doch der Neun-Tore-Vorsprung aus der ersten Halbzeit hielt (19:10) und wuchs bis zum 24:14 sogar leicht an. Auch die Rote Karte gegen Fabian Deicke wegen der dritten Zeitstrafe brachte die HVW-Jungs in den verbleibenden zwölf Minuten nicht mehr aus dem Rhythmus. Obwohl es kaum noch Alternativen auf der Reservebank gab, war diese Hinaussstellung wie ein Signal für die Schlussoffensive. Alle Spieler gingen jetzt über ihre Grenzen und erzielten letztlich einen in dieser Höhe nicht erwarteten 34:20-Sieg. Zur großen Freude seiner Mannschaft erwies sich auch die Verletzung von Moritz Tischer als nicht so schwerwiegend wie befürchtet, er wird in Kürze wieder zur Verfügung stehen.

Einen Wermutstropfen hatte die Partie trotz des überzeugenden Sieges aber doch noch. Moritz Riesenberg bestritt an diesem Wochenende sein letztes Pflichtspiel für den HV Wernigerode, da er in den Winterferien den Harz in Richtung Kiel verlassen wird. "Damit verliert unser Team einen Leistungsträger, den man nicht ohne weiteres ersetzen kann. Die gesamte Mannschaft und ich als Trainer danken Moritz und seinen Eltern für die tollen Jahre und wünschen für den weiteren Lebensweg viel Erfolg und Gesundheit", so Trainer Gero Meseck.

HV Wernigerode: Deisting, Dannewitz, Bomeier (9), Deicke (2), Eilers (6), Julke, Tischer (2), Riesenberg (11), Girrbach (1), Hoppstock, Grawe (3).