Der SC Heudeber hat am Sonnabend in der Halle Völkerfreundschaft den Hasseröder-Pokal gewonnen. Auf Platz zwei landete der Harslebener SV. Rang drei ging an den TSV Langeln. Für den Titelträger gab es aber auch eine heftige Niederlage.

Halberstadt l Für den SC Heudeber war der Titelgewinn vor rund 100 zahlenden Zuschauern mehr als unerwartet, schließlich wollte man nur "Spaß haben", wie Trainer Christopher Wiedenbach erzählte: "Wichtig war, sich noch einmal zu bewegen." Seine Mannschaft bewegte sich während des Turniers mehr als ordentlich. Zum Auftakt gegen den TSV Langeln gab es einen überzeugenden 3:0-Erfolg. Doch die Freude über den guten Start fand ein schnelles Ende. Im zweiten Spiel gegen den FSV Sargstedt, in der Endabrechnung auf Platz fünf, folgte eine 0:4-Klatsche. "Das war für uns ein kleiner Wachrüttler. Danach haben wir dann eigentlich auch überzeugt", sagte Wiedenbach. Beim anschließenden 4:1-Sieg über den SV Olympia Schlanstedt hatte Tobias Fichtner seinen großen Auftritt. Mit gleich drei Treffern entschied er praktisch das Spiel im Alleingang.

Es folgte ein weiteres 4:1 im Aufeinandertreffen gegen Blau-Weiß Hausneindorf. Für die Blau-Weißen blieb am Ende nur der sechste Rang und Trainer Stefan Krause hatte auch eine passende Erklärung. "Wir haben ein paar taktische Fehler gemacht und hätten ohne die, vielleicht auch etwas besser abschneiden können." Aber seine Enttäuschung hielt sich in Grenzen, schließlich "wollten wir nur daran teilnehmen". Ein konkretes Ziel gab es nicht, was auch an den örtlichen Gegebenheit liegt. "Wir haben bei uns im Ort keine Halle und sind in solchen Sachen etwas benachteiligt. Wir müssen immer irgendwo eine Halle anmieten, damit wir da reingehen können. Das ist bei uns alles etwas schwierig. Das ist für uns natürlich ein Nachteil", erklärte der Coach. Neben Heudeber hatten sich zur Mitte des Turniers auch zwei andere Mannschaften eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Titel geschaffen.

Der TSV Langeln blieb nach seiner Auftaktniederlage gegen Heudeber in allen weiteren Spielen ungeschlagen. In den verbliebenen fünf Partien gab es drei Siege und zwei Remis. Der TSV hatte in der letzten Begegnung gegen den FSV Sargstedt theoretisch noch die Chance auf den Titel, hätte aber mit 8:0 gewinnen müssen. Am Ende hieß es 1:1, das bedeutete mit elf Punkten und 8:7 Toren Rang drei. Das zweite Team war der Harslebener SV Germania, der ohne Niederlage das Turnier beendete. Das einzige Problem beim HSV Germania war die fehlende Konstanz, denn Sieg und Unentschieden wechselten sich regelmäßig ab. Ein kleiner Lauf, wie ihn mit drei Siegen am Stück Heudeber hatte, blieb bei den Germanen aus. Zudem stellte das Team von Trainer Jürgen Pieper mit nur drei Gegentreffern die beste Abwehr. Großen Anteil hatte Torwart Sebastian Dannhauer, der mit vielen Paraden seinen Kasten bestmöglich verteidigte. Ein großartiges Kunststück gelang ihm im wichtigen Spiel gegen Heudeber. Es war die 20. und vorletzte Partie des Tages und der Keeper erzielte mit einem Schuss von der Mittellinie das 1:0 für Harsleben. Doch 15 Sekunden vor Schluss folgte der 1:1-Ausgleich durch Fichtner, der damit sein Team zum Titel schoss. "Das ist für uns ein wichtiger Erfolg, gerade weil in der nächsten Woche die Rückrunde beginnt. Und dann mit so einem positiven Erlebnis anzufangen, ist schon wichtig", sagte Wiedenbach.

Durch den letzten Treffer sicherte sich Fichtner mit sechs Toren die Torjägerkrone: "Das ist nur eine Randnotiz. Für das Team ist es natürlich sensationell. Da ich aber Abwehrspieler bin, und so viele Tore auch nicht schieße, ist es dann doch schon etwas besonderes. Die Zuspiele musste ich halt verwerten."

   

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