Eigentlich hatte er seine aktive Laufbahn im Sommer 2012 bereits beendet. In unregelmäßigen Abständen half Enrico Gerlach aber danach mehrfach bei der Reserve des VfB Germania aus. Seit einigen Tagen nun gehört der 38-Jährige "Haudegen" wieder offiziell zum Kader des Landesligisten. Im Interview mit Sportredakteur Florian Bortfeldt gibt der Halberstädter mehr Auskunft.

Volkstimme: Herr Gerlach, Sie mussten im Test gegen den TSV Völpke (4:1/d.Red.) die volle Distanz absolvieren. War das geplant?

Enrico Gerlach: Richtig, ich habe die 90 Minuten voll durchgezogen. Wie ja bereits kommuniziert wurde, herrscht derzeit eine gewisse Personalnot beim VfB Germania Halberstadt. Das trifft sowohl auf die erste, als auch auf die zweite Mannschaft zu. Dieser Situation geschuldet und weil ich weiterhin Spaß am Fußball habe, wollte und werde ich der Mannschaft in der Rückrunde helfen.

Wie lautet Ihr Fazit, wenn man einen Verbandsligisten mit 4:1 besiegt?

Wir können zufrieden mit der Leistung sein. Ich denke, wir sind für die am kommenden Sonnabend startende Rückrunde gerüstet. Wir haben gut gestanden, sind zu guten Torchancen gekommen. Zur Halbzeit hätte es schon 3:0 stehen können. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, stimmt positiv. Unser Manko ist noch die Chancenverwertung. In den nächsten Wochen und Monaten schauen wir, wo wir am Saisonende landen können.

Mit Verlaub, aber wie hält man sich als 38-Jähriger für 90 Minuten in der Landesliga fit? Das ist kein Pappenstiel.

Ich spiele regelmäßig bei den Alten Herren mit, habe einige Male in der Halle mitgewirkt und bin auch das ein oder andere Mal zum Training mit den Jungs. Die gesamte Vorbereitung habe ich aber bei Weitem nicht absolviert. Dass ich völlig unvorbereitet aus dem Kalten komme, das geht natürlich auch nicht.