Einen wichtigen 3:0 (2:0)-Heimsieg feierte der SV Eintracht Osterwieck am Sonnabend im Harz-Derby gegen Olympia Schlanstedt. Großen Anteil am ersten Pflichtspielsieg im neuen Jahr hatte Vladimir Zir. Der Tscheche markierte alle drei Treffer für sein Team.

Osterwieck l In Reihen des SV Eintracht Osterwieck würde man sicher einiges tun, um Vladimir Zir am Wochenende öfter an Bord zu haben. Erste Maßnahme: Zirs Arbeitgeber bezirzen. Da der Tscheche am Sonnabend des Öfteren arbeitet statt dem runden Leder hinterher zu jagen, fehlte Zir seinem Team in der Hinrunde eins um andere Mal. Noch mehr: Er wurde ein ums andere Mal gar schmerzlich vermisst. Warum? "Er ist ein sehr guter Fußballer mit herausragenden Fähigkeiten", beantwortete Eintracht-Coach Rainer Dube.

Mit seinen ersten drei Saisontoren schoss der 37-jährige Routinier seine Elf am Sonnabend im Derby quasi im Alleingang in Richtung Heimsieg. Aber eben nur quasi, profitierte er bei allen drei Treffern doch immerhin von der starken Vorarbeit seiner Teamkollegen.

Aus Sicht der Gäste war der Gala-Auftritt von Zir nur ein weiterer Tiefpunkt in einer ohnehin verkorksten Saison. Nach einer von vielen Fehlpässen auf beiden Seiten geprägten Anfangsphase entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. "Auch Schlanstedt hatte wirklich gute Möglichkeiten", musste Dube zugeben. Doch das Schlusslicht machte erneut zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Auf der Gegenseite war indes Zir nach 14 Minuten erstmals zur Stelle. Vorausgegangen war "eine sehr starke Vorarbeit" von Matthias Perle.

Die Schlanstedter zeigten sich wenig beeindruckt, versuchten immer wieder die Lücke in der Eintracht-Abwehr zu finden. "Meistens war Schlanstedt nach langen Bällen gefährlich", so Dube. Ein Extra-Lob verdienten sich mit Malte Theuerkauf und Christian Stosch auf Gästeseite beide Keeper, die starke Paraden zeigten. Sowohl Danny Kraus als auch David Wagner scheiterten in aussichtsreicher Position an Stosch.

Letzterer konnte in der 29. Minute auch den Freistoß von Wagner abwehren, war beim Nachschuss von Zir jedoch machtlos - 2:0. Im Anschluss hätten Wagner und Kraus bereits für die Vorentscheidung sorgen müssen. Beide vergaben ebenso wie Zir, der damit nur knapp seinen lupenreinen Hattrick verpasste, kläglich.

Doch getreu dem Motto, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, hatte der Zeiger nach der Pause gerade einmal eine Umrundung geschafft, ehe Zir erneut zur Stelle war. Nach einem Ballverlust der Gäste direkt nach dem Wiederanstoß verwertete der Tscheche ein langes Zuspiel von Valentin Schmidt zum 3:0 - die Vorentscheidung (46.).

Zwar ließ seine Elf in der Schlussphase der Partie weitere gute Möglichkeiten ungenutzt, "aber ich bin dennoch sehr zufrieden. Ein positiver Start war wichtig und gibt uns Selbstvertrauen", so Dube. Ein Vorsprechen beim Arbeitsgeber von Zir kann der Eintracht-Coach sich erst einmal sparen. Nach seiner fünften Gelben Karte darf der Routinier guten Gewissens am kommenden Sonnabend arbeiten.

SV Eintracht Osterwieck: Theuerkauf - Perle, Hauch, Bily, Wagner (77. Hess), Zir (87. Blankenburg), Leßmann, Torbahn, Wagenfuehr, Schmidt, Kraus (63. Hildach)

SV Olympia Schlanstedt: S. Stosch - Schrader (78. Stoffregen), Henze (76. Köhler), Schweinehagen, Lanzmann, C. Stosch, Erdmann, Hlady, Romankewitz, Hentschel, Bauermeister (76. Hartzer)

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Vladimir Zir (14., 29., 46.); SR: Florian Mummert (Halberstadt); ZS: 184