Im ersten Regionalliga-Punktspiel der Rückrunde mussten die A-Junioren des VfB Germania Halberstadt eine weitere Heimspielniederlage hinnehmen. Gegen den BAK hieß es am Ende 0:3 (0:1).

Halberstadt l (fbo) Den Ausfall einiger Leistungsträger, durch Krankheit und Verletzung bedingt, wollten Trainer Steffen Planitzer und seine Elf mit mannschaftlicher Geschlossenheit und taktischer Disziplin entgegentreten. Dies gelang über weite Strecken des Spiels sehr gut.

Kapitän Schröder scheidet frühzeitig verletzt aus

In der ersten Viertelstunde kamen die Gäste aus Berlin nur durch zwei Freistöße und einer Ecke dem Germaniagehäuse gefährlich nahe. Als in der 25. Minute Kapitän Mark Schröder verletzt vom Platz musste, lag die Verantwortung nun beim Halberstädter Innenverteidiger Felix Kanter. Er musste ab sofort die Hintermannschaft organisieren. Germania machte das Mittelfeld sehr eng und stellte den Gegner vor einige Probleme. Einen gut getretenen Freistoß von Kanter setzte Florian Roggenbuck nur knapp über das Gehäuse der Berliner. Kurz darauf nahm Neu-Germane Julian Reschke einen abgefälschten Ball direkt ab, aber auch dieser Versuch misslang. Der Halberstädter Stürmer Tom Gruhle verpasste daraufhin eine weitere gute Möglichkeit. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit folgte dann die wohl größte Möglichkeit der Platzherren: Roggenbuck eroberte im Mittelfeld den Ball, setzte sich über links durch und lief auf das Tor der Gäste zu. Da er allerdings mit dem Abschluss zu lange zögerte, konnte ihn ein Berliner noch entscheidend am Torschuss hindern. Das sich liegengelassene Chancen irgendwann rächen, wissen Aktive wie Fans. Und die Hauptstädter bewiesen es im weiteren Verlauf. In der letzten Spielminute nutzten sie eine kleine Unaufmerksamkeit der Germanen und netzten mit dem Halbzeitpfiff zum 0:1 aus Halberstädter Sicht ein.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte kamen die Berliner besser ins Spiel und Germanias Defensive um Felix Kanter und Jerome Wegner hatte einige gefährliche Situationen zu meistern. In der 70. Minute konnte Wegner seinen Gegenspieler nur durch ein Foul stoppen. Da dies im Strafraum geschah, zeigte Schiedsrichter Tim Kohnert folglich auf den Elfmeterpunkt. Germania-Keeper Christoph Klötzer bewies auch in dieser Situation, dass er an diesem Tag ein großer Rückhalt seiner Mannschaft war. Souverän tauchte er in die linke untere Ecke ab und vereitelte so die Torchance der Berliner. Nur fünf Minuten später war Klötzer dann jedoch machtlos und Germania musste das 0:2 hinnehmen.

In den letzten 15 Minuten der Partie versuchten die Halberstädter durch Umstellungen noch mehr für die Offensive zu tun. Rouven Blecker und Karl Feldmar belebten zwar die Angiffsbemühungen, doch nur Roggenbuck hatte mit einem Freistoß noch eine gute Torchance. Seinen gut getretenen Ball fischte Gästekeeper Yannic Crumbach aus dem Winkel. Kurz vor Ende der Partie musste der VfB Germania dann noch das 0:3 einstecken, ein Abspielfehler war voraus gegangen.

Der Berliner AK nahm so drei Punkte mit in die Hauptstadt und die Germania steckte eine vermeidbare Niederlage ein. Die taktischen Vorgaben des Trainerteams Planitzer/Kanter wurden über weite Strecken gut umgesetzt. Dirk Kanter: "Die Chancenverwertung ließ jedoch zu wünschen übrig. Die wenigen Einschussmöglichkeiten, die man in dieser Liga bekommt, müssen konsequenter und entschlossener genutzt werden, damit am Ende etwas Zählbares herauskommt."

Am kommenden Sonnabend geht es für die Domstädter zum Auswärtsspiel nach Chemnitz. Anpfiff beim CFC ist um 13 Uhr.

VfB Germania: Klötzer - Kanter, Schröder (Kreß), Felgentreff (Lange), Blecker, Wegner, Feldmar, Reschke (Reichert), Krause, Roggenbuck, Gruhle;

Torfolge: 0:1, 0:3 Ergün Cakir (44., 85.), 0:2 David Bellin (73.); Schiedsrichter: Tim Kohnert; Zuschauer: 20.