Mit ihrer bisher stärksten Auswärtsleistung haben die Bodfeld Baskets alles für die Aufstiegsparty angerichtet. Nach dem 80:70-Erfolg beim USV Potsdam können die Oberharzer bereits am kommenden Wochenende mit einem Sieg in heimischer Bodfeld-Halle den Titelgewinn in der 2. Regionalliga Ost perfekt machen.

Elbingerode l Die Blau-Weißen standen beim bisherigen Tabellenvierten extrem unter Druck, im Verlauf der Woche hatte sich der ärgste Rivale im Aufstiegskampf, Tiergarten ISC, mit einem knappen Sieg gegen den VfB Hermsdorf bis auf vier Punkte heran gekämpft. Somit mussten die Baskets das Spiel gewinnen, um die Titelentscheidung nicht auf ein "Do or Die"-Spiel beim Verfolger hinauslaufen zu lassen.

Die Mannen um Coach Schäfer zeigten sich extrem konzentriert und kampfbereit und gingen mit 6:2 in Führung. Vor allem die ständig wechselnde Verteidigung machte den Potsdamern zu schaffen. Ein extrem schnelles "Fast break-Spiel" legte den Grundstein für die 24:17-Führung nach dem ersten Viertel. Dabei mussten die "Brockenfighter" zwischenzeitlich mit vier "Kleinen" (Addo, Saran, Wache, Jasktas) spielen, da Weber und Harvey bereits Foul belastet auf der Bank Platz nehmen mussten. Zwar erzielte der USV in dieser Phase sechs Punkte, konnte den Rückstand zur ersten Pausensirene aber nicht aufholen.

Nach der Pause wie ein Tabellenführer aufgetreten

Im zweiten Viertel verteidigten die Baskets noch aggressiver und intensiver und ließen nur noch 15 Punkte der Gastgeber zu. Im Angriff zeigten sich vor allem Kestutis Jakstas und Candido Matoso sehr treffsicher. Zwar agierte die Offensive insgesamt etwas behäbiger, doch durch die starke Defensive wurde die Führung bis zur Halbzeit auf 43:32 ausgebaut.

In der Kabine hatte Trainer Christian Schäfer scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn nach der Pause trat sein Team wie ein echter Tabellenführer auf. Die Potsdamer fanden einfach kein Mittel gegen die Press- und Zonenverteidigung der Harzer, erzielte lediglich zwölf Punkte im dritten Abschnitt. Im Angriff liefen nun Michael Harvey und Leslie Addo heiß, somit war die Partie vor dem letzten Viertel beim Stand von 44:67 bereits entschieden.

Auf Seiten der BBO konnte nun wieder munter durchgewechselt werden. Die Spieler dankten es dem Trainergespann, indem sie sich allesamt in die Punkteliste eintrugen. Auch wenn durch die vielen Wechsel der Vorsprung bis zur Schlusssirene auf 80:70 schmolz, änderte dies nichts am Start-Ziel-Sieg der BBO.

"Ich habe mich etwas geärgert, dass wir am Ende so viele Punkte kassiert haben. Gern hätte ich einen Haken an unsere immer besser werdende Verteidigung gemacht. Die Jungs können nächste Woche unseren Zuschauern beweisen, dass unser Training nicht umsonst ist und wir mit zunehmenden Saisonverlauf immer besser werden", so ein zufriedener BBO-Coach Christian Schäfer.

Am nächsten Sonnabend empfangen die Bodfeld Baskets den DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde II. Sollten die Oberharzer in eigener Halle gewinnen, wäre der Aufstieg sicher und würde unter Garantie gebührend gefeiert werden.

Bodfeld Baskets: Addo (14), Harvey (18), Jakstas (22), Matoso (15), Saran (7), Wache (3), Weber (1).