Die Red Devils vom Wernigeröder SV Rot-Weiß haben das "final4" in Chemnitz als Deutscher Vize-Pokalsieger beendet. Nach einem klaren 14:5-Sieg im Halbfinale gegen die SSF Dragons Bonn musste sich das Gahlert-Team dem UHC Weißenfels im Endspiel mit 2:7 geschlagen geben.

Wernigerode (mvo/ige) l Die Harzer Floorballer waren mit einem berauschenden Halbfinale in das Finalturnier gestartet. Gegen die SSF Dragons Bonn verbuchten die Roten Teufel einen souveränen 14:5-Sieg. Im ersten Drittel lieferten sich beide Kontrahenten ein durchaus packendes Duell, doch spätestens mit Beginn des zweiten Abschnitt wuchsen die Red Devils über sich hinaus: Ramon Ibold, Markus Piittisjärvi, Max Riechel, Juha-Pekka Kuittinen und Vojta Krupicka bauten die Führung auf 10:4 aus. Im Schlussdrittel kamen die Bonner zwar zu ihrem fünften Treffer, doch mit weiteren vier Toren lösten die Harzer Floorballer in überlegener Manier ihr Final-Ticket. Im ersten Pokal-Halbfinale hatten sich die gastgebenden Floor Fighters Chemnitz und der UHC Weißenfels ein packendes Duell geliefert, das die Weißenfelser erst in der Verlängerung mit 7:6 für sich entschieden.

Damit standen sich tags darauf die beiden Topteams der Bundesliga im Finale gegenüber. Die Partie begann vor knapp 1000 Zuschauern mit einem Tor der Red Devils, doch das Schiedsrichtergespann gab den Treffer nicht, da Joel Ekroos nicht die korrekte Position eingehalten hatte. Kurz darauf ging Weißenfels in Führung und legte wenig später zum 2:0 nach. Zu Beginn des zweiten Drittels nutzten die Roten Teufel ein Überzahlspiel eiskalt aus: Markus Piittisjärvi versenkte den Ball nach Vorlage von Juha-Pekka Kuittinen zum Anschluss. Wenig später nutzten die Red Devils eine weitere Überzahlsituation durch Vojta Krupicka zum 2:2. Gegen Mitte des Drittels wurde Weißenfels ein Penalty zugesprochen, den Niklas Nordh via Trickschuss zum 3:2 vollendete.

Zu Beginn des Schlussdrittels war noch alles offen, doch im weiteren Verlauf fanden die Harzer Floorballer nicht die Mittel und Möglichkeiten, die Partie zu ihren Gunsten zu gestalten. Weißenfels kombinierte nach Belieben und machte insbesondere den Offensivkräften der Red Devils das Leben schwer: Topscorer Markus Piittisjärvi wurde gedoppelt und die Schüsse geblockt und auch die sonst treffsicheren Juha-Pekka Kuittinen und Ramon Ibold ließen zahlreiche Chancen liegen. Einen Ballverlust nutzte Weißenfels zunächst zum 4:2. Anschließend riskierten die Red Devils ein wenig mehr, wurden aber für ihren Mut mit drei weiteren Gegentoren bestraft. Am Ende unterlagen die Roten Teufel deutlicher als erwartet, woraus sie im Hinblick auf weitere Duelle in dieser Saison sicherlich ihre Lehren ziehen.

Nun richtet sich der Fokus auf die beiden verbleibenden Bundesliga-Heimspiele der regulären Saison. Hier begrüßen die Red Devils am Sonntag den VfL Red Hocks Kaufering, der aktuell auf Platz sechs rangiert und damit aktuell um die Teilnahme an den Playoffs kämpft. Somit stellen sich die Roten Teufel auf ein heißes Duell ein - in der Hoffnung, das Pokal-Trauma schnell abzuhaken und sich mit einem Sieg sportlich rehabilitieren zu können.

Red Devils: Blume, Severin - Einecke, R. Müller, Ecklebe, Ibold, Fiedler, Piittisjärvi, Krupicka, Löwenberg, Riechel, Kuittinen, Schmidt, Mildner, Mertens, P. Müller, Ekroos, Lisiecki.