Darlingerode (mak) l Wer die vorhandenen Schwächen des Gegners nicht ausnutzt, wird am Ende eben auch nicht belohnt. Ein Credo, das sich die Landesklasse-Fußballer des SV Darlingerode/Drübeck am Sonnabend erneut auf die Fahnen schreiben mussten. So trat die ZLG Atzendorf ihre Auswärtsfahrt ohne vier wichtige Leistungsträger an, setzte sich in Darlingerode aber dennoch deutlich mit 3:1 (1:0) durch. Damit wartet die Elf des Trainergespanns Patrick Oppermann/Mike Knobelsdorf weiterhin auf den ersten Dreier im neuen Jahr.

Im Bereich Ursachenforschung ist derzeit in Drübeck eher Ratlosigkeit angesagt: "So richtig wissen wir momentan auch nicht, woran es liegt. Die Mannschaft trainiert gut, kommt aus diesem Tal derzeit aber einfach nicht heraus. Die nächsten Spiele werden natürlich nicht einfacher", kommentierte der Betreuer des SV Darlingerode/Drübeck, Thomas Munzke, die neuerliche Pleite.

Gegen sehr defensiv agierende Gäste taten sich die Hausherren schwer, eigene Chancen herauszuspielen. Die Salzländer waren nur vereinzelt durch Konterangriffe gefährlich, wussten mit ihren Chancen aber gut umzugehen. "Etwas unglücklich", wie Munzke befand, war das Zustandekommen des 1:0 für die ZLG. Torhüter Daniel Gülzow brachte ZLG-Mittelfeldspieler Robert Stange an der Grundlinie zu Fall. Den berechtigten Strafstoß verwandelte Sebastian Tolle souverän zum 1:0 (20.).

"Mit dem 1:0 im Rücken hat Atzendorf noch defensiver agiert, weshalb wir es schwer hatten, im Angriff durchzukommen", sagte Munzke. Dennoch übernahm der Aufsteiger nach der Pause das Spielgeschehen und wurde prompt mit dem 1:1-Ausgleichstreffer durch Mateusz Rogacki belohnt (47.). In den zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Gastgeber ihre stärkste Phase der Partie, verpassten es aber, sich mit dem Führungstreffer zu belohnen.

So war es mit Tolle ein ZLG-Spieler, der sich nach Abpfiff ohne Zweifel als "man of the match" bezeichnen durfte. Nach starker Vorarbeit von Stange erhöhte er zum 2:0 (74.) und brachte mit dem 3:0 zwei Minuten später und seinem gleichzeitig dritten Treffer den verdienten Auswärtssieg in trockene Tücher (76.).

Kurios: Mit Sascha Eisenträger lief der eigentliche Torhüter der Salzländer erneut in der Innenverteidigung auf und überließ Lukas Fiser den Kasten. Seinen Coach konnte er auf der für ihn ungewohnte Position erneut überzeugen: "Sascha war wieder top", lobte Steffen Grohe, der wusste: "Der Sieg war für uns ganz wichtig."

In der Tat, immerhin überholte die ZLG die spielfreie Elf aus Osterwieck in der Tabelle und hat nun fünf Punkte Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz. Für den SV Darlingerode/Drübeck sind es noch beruhigende elf Zähler Vorsprung. Ein Sieg im neuen Jahr darf am nächsten Wochenende aus Fan-Sicht natürlich dennoch folgen, immerhin tritt man auswärts im Harz-Derby gegen den Blankenburger FV an

SV Darlingerode/Drübeck: Gülzow - Meyer, Dierks, Jungermann, Wienert (57. Annemüller), Lüderitz (80. Riemann), Wiese (81. Preiß), Rogacki, Rehse, Schenk, Hess

Torfolge: 0:1 Sebastian Tolle (20., EM), 1:1 Mateusz Rogacki (47.), 1:2, 1:3 Sebastian Tolle (74., 76.); Schiedsrichter: Florian Mummert (Halberstadt); Zuschauer:45