Die bis dato blütenreine Weste des zur Winterpause neu engagierten Trainers des Blankenburger FV, Uwe Hain, erhielt am Sonnabend ihren ersten Fleck. In der Fußball-Landesklasse, Staffel III, mussten sich die Harzer bei der SG Germania Wulferstedt mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Wulferstedt l Es hat schon seine Gründe, weshalb Philipp Brüser und Yunus-Kevem Leventyüz eher dafür verantwortlich sind im Angriff für Wirbel, statt in der eigenen Defensivreihe für Verwirrung zu sorgen. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Marcus Schmidt (Bänderverletzung/50.) und der Gelb-Roten Karte gegen Michael Mehnert (65.) mussten beide am Sonnabend als Verteidiger fungieren. Die logische Konsequenz: In der Defensive fehlte die Stabilität und im Angriff die Durchschlagskraft.

"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Jene Stabilität war in der ersten Hälfte noch gegeben. Einziges Manko: "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Wir brauchten 15 Minuten zum Reinkommen, aber die 30 Minuten bis zur Pause waren super. Wenn wir in der ersten Hälfte mit 4:1 geführt hätten, wäre es verdient gewesen", so Hain. Satte vier bis sechs Großchancen hatte der Neu-Coach notiert. Auf Wulferstedter Seite war das Notieren von Chancen weniger zeitaufwändig, die Ausbeute dafür umso besser.

Benjamin Rode nutzte einen Querschläger in der BFV-Defensive aus und setzte seinen Schuss an den Pfosten. Von dort sprang der Ball an den Rücken von Keeper Daniel Robinson und landete im Netz (17.). "Das Gegentor war unglücklich, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gut gespielt", lobte Hain.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Hausherren aggressiver und hätten bereits frühzeitig für die Vorentscheidung sorgen. Benjamin Rode scheiterte aus Nahdistanz an Robinson (48.). Auf Gäste-Seite hatte Sebastian Lehmann die beste Chance zum Ausgleich. Statt den besser postierten Robert Matznick zu bedienen, landete sein Schuss daneben.

"Spätestens nach der Gelb-Roten Karte war einfach nicht mehr viel möglich."

"Spätestens nach der Gelb-Roten Karte war einfach nicht mehr viel möglich", kommentierte Hain die spielentscheidende Szene, als Mehnert nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig zum Duschen durfte. Folgerichtig sorgte Robert Dreyer für die Entscheidung. Einen gut vorgetragenen Konter schloss der Wulferstedter zum 2:0 ab (71.). "Das Ergebnis ist gerecht. Am Ende mussten wir darauf achten, nicht noch ein Tor zu bekommen", so Hain.

Blankenburger FV: Robinson - Schwarzenberg, Matznick, Krause, Neudek, Mehnert, Pinta, Brüser, Leventyüz, Lehmann, Schmidt (50. Kaye; 82. Eckert)

Torfolge: 1:0 Benjamin Rode (17.), 2:0 Robert Dreyer (71.); Schiedsrichter: Drik Rittweger (Eggersdorf); Zuschauer: 116