Am 21. Spieltag der Landesliga Nord kommt es zum Harz-Derby zwischen Germania Halberstadt II und Einheit Wernigerode. Beide Trainer sind sich einig: Die tabellarischen Unterschiede spielen an diesem Tag keine Rolle.

Halberstadt l Wenn am Sonnabend ab 15 Uhr der VfB im Friedensstadion auf die Einheit trifft, dann ist gegenseitiger Respekt und Anerkennung allgegenwärtig. "Einheit ist eine absolut etablierte Mannschaft in der Landesliga. Die haben genügend Qualität, um die Klasse zu halten, und da kann auch jede Woche der Knoten platzen. Ich hoffe aber, dass es nicht gegen uns ist", sagte Germania-Coach Karsten Armes über den Drittletzten der Tabelle. Und auch sein Gegenüber, Karsten Stein, hat lobende Worte für den Zweitplatzierten übrig: "Ich habe Halberstadt von Beginn an zu den Top-Mannschaften gezählt. Doch, dass die jetzt eine so konstante Saison spielen, überrascht mich wirklich."

Dennoch sind aus Sicht von Stein "die Fronten geklärt. Germania ist der klare Favorit." Zuletzt gab es für die VfB-Reserve im Gastspiel bei der TSG Calbe einen 3:0-Sieg, Wernigerode musste sich mit einem 0:0 gegen Ottersleben begnügen. Für Stein zwar ein hilfreicher Punkt, aber eigentlich nicht ausreichend. "Unter dem Strich war das zu wenig. Wir hatten ausreichend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Aber wir machen die Tore nicht, und deshalb stehen wir auch da unten." Von der Aufstellung her will er, wenn es das Personal erlaubt, in den kommenden Woche wenig ändern und mit Konstanz den Klassenerhalt schaffen. Und auch Armes will keine großen Veränderungen vornehmen. Allerdings kündigte er an, dass ein bis zwei Spieler aus der ersten Mannschaft dazukommen werden, um denen Spielpraxis zu ermöglichen. Aufgrund der angespannten Tabellensituation erwartet er die Einheit "aggressiv um jeden Punkt kämpfend, aber nicht unfair." "Die Jungs präsentieren sich im Training wirklich gut und da lässt sich trotz der schwierigen Lage keiner hängen. Mit einem Punkt wäre ich schon sehr zufrieden", so das Ziel von Stein.