Das Geheimnis ist gelüftet: In stark verändertem Ambiente gegenüber den Vorjahren hat der KreisSportBund Harz am Wochenende die "Sportler des Jahres 2014" im Harzkreis geehrt. Als Sieger gingen Toni Eggert, Giesela Eichner und die 4x100 m-Staffel des VfB Germania Halberstadt aus der Wahl hervor.

Halberstadt l Im Gegensatz zu den Vorjahren fand der Vereins- und Sportlerball nicht in der Sporthalle des Freizeit- und Sportzentrums statt, aufgrund der geringen Kartennachfrage wurde die Feierlichkeit in die Bar und die angrenzenden Räume verlegt. Der Grundgedanke einer "familiäreren Atmosphäre" war von den Organisatoren ein guter Ansatz, die räumliche Trennung und die mangelnde Akustik - die Besucher in den Nebenräumen verstanden bei den Grußworten und der Siegerehrung trotz der Lautsprecher kaum ein Wort - ließ jedoch einige Wünsche offen.

Sieger der Einzelwertungen zur Ehrung leider verhindert

Die Freude der Gewinner der Sportlerehrung konnte dies nicht trüben, allerdings konnte diese vor Ort nur die "Mannschaft des Jahres" zeigen. Während Weltklasse-Rennrodler Toni Eggert als Sieger bei den Männern nach Abschluss der Wintersaison dienstlichen Verpflichtungen bei der Bundeswehr nachkommen musste, hatte sich Schwimmerin Giesela Eichner wenige Tage vor der Ehrungsveranstaltung den Arm gebrochen. Als Vertretung nahmen Jens Eggert, Onkel des Olympiastarters und als Landespräsident des Rodel- und Bobsportverbandes Sachsen-Anhalt selbst noch bei den Senioren aktiv, und Bernd Haase, Trainer des Halberstädter Schwimmvereins, die Siegerpokale entgegen.

Als Vize-Weltmeister und Olympia-Achter im Rennrodel-Doppelsitzer beziehungsweise Deutsche Meisterin bei den Seniorenschwimmern konnten die beiden Sieger auf beachtliche Erfolge zurückblicken. "Beide haben die Wahl mit ihren Erfolgen völlig zu recht gewonnen", akzeptierte der ebenfalls unter den Top sechs stehende Läufer Matthias Göbel vom NSV Wernigerode die Erfolge seines Konkurrenten Toni Eggert neidlos an, "schade, dass sie nicht persönlich bei der Eheung dabei sein konnten".

"Mit einem zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft den Titel auf jeden Fall verdient."

Umso mehr stand den Siegern in der Mannschaftswertung die große Freude über ihren Triumph ins Gesicht geschrieben. Die 4 x 100 m-Staffel des VfB Germania Halberstadt hatte sich in der Besetzung Lukas Froese, André Strelow, Martin Carmesin und Nils Hermann den Vize-Meistertitel bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften für geistig behinderte Sportler erkämpft und damit die Ü 50-Fußballer von Germania Wernigerode und die 4 x 100 m-Bruststaffel des Halberstädter Schwimmvereins auf die Plätze verwiesen. "Unter den besten Drei zu sein, war für uns schon eine große Auszeichnung. Und mit einem zweiten Platz bei einer Deutscher Meisterschaft hat man sich den Titel ,Mannschaft des Jahres` auf jeden Fall verdient", gönnte auch Udo Wulfert, Trainer der Wernigeröder Ü 50-Seniorenfußballer, den jungen Halberstädter Leichtathleten ihren Triumph.

Eckhardt Märzke und Holger Löffelmann erhalten den Ehrenpreis des KSB Harz

Den feierlichen Anlass nahm der KreisSportBund zum Anlass, zwei sehr engagierte Ehrenamtliche für ihr "Lebenswerk" zu ehren. Eckhardt Märzke von den Handballern des SV Stahl Thale und Holger Löffelmann vom Blankenburger FV, früher selbst aktive Sportler und heute aus der Vereinsarbeit nicht wegzudenken, wurden für ihr langjähriges Wirken mit dem Ehrenpreis des KSB Harz ausgezeichnet. Auch hier musste Holger Löffelmann aus privaten Gründen einen Vertreter schicken, Trainer Kersten Lüttich nahm den Ehrenpreis und ein Präsent entgegen.

Die Ehrung der Mannschaften schloss den offiziellen Teil ab, mit der Eröffnung des leckeren Buffets läutete Moderator Bernd Waldow den gemütlichen Teil des Abends ein. Bei Diskomusik ließen es sich die Gäste nicht nehmen, bei lockeren Gesprächen und Tanzeinlage bis in die späte Nacht zu feiern.

   

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