Langenstein (bkr) l 184 Kleinkaliberschützen aus dem gesamten Harzkreis haben sich an der dritten Runde des Schießens um den Harzpokal beteiligt, der vom Schützenverein Langenstein ausgetragen wurde. Teilnehmer aus 29 Vereinen konnten begrüßt werden, geschossen wurde an drei Wettkampftagen in der Damen- und Herrenklasse und, wie auch in den beiden Runden zuvor, in den Disziplinen liegend frei und stehend Auflage. Dabei sorgten die jeweils Führenden in den fünf Wettkampfklassen für klare Verhältnisse.

Bei den Damen (frei) gab es durch Johanna Kippe und Caroline Böhme einen Doppelsieg für den SV Schwanebeck I. Beide schossen 292 Ringe und verwiesen damit Petra Gerlach (SB Osterwieck, 287 Ringe) auf Rang drei. In der Gesamtwertung liegt Böhme (880 Ringe) nur fünf Ringe vor Kippe (875 Ringe), sie wird sich den Gesamtsieg aber wohl nicht mehr nehmen lassen. Platz drei hat Kristin Großhennig (SV Lüttgenrode I, 872 Ringe) inne, für die die Silbermedaille aber noch in Reichweite ist.

Durch ihren Sieg in der dritten Runde konnte Sabine Helbing (SV Lüttgenrode I) ihre Spitzenposition weiter ausbauen. In Langenstein schoss sie 291 Ringe und lag damit am Ende klar vor den beiden ringgleichen Heike Breiting (SG Schauen II) und Maren Söchting (SG Nöschenrode, die jeweils 282 Ringe erreichten. Eine Runde vor Ende des Wettkampfes hat Helbing (856 Ringe) nun elf Ringe Vorsprung auf die Zweitplatzierte Sabine Gräfe (SG Dingelstedt I, 845 Ringe) und 22 Ringe auf Heike Breiting (834 Ringe) als Dritte und kann ohne Druck die letzte Runde angehen.

Auch Marcel Elsner (SG Ilsenburg) sorgte mit dem KK-Gewehr mit seinem Sieg in Langenstein für eine Vorentscheidung bei den Herren (frei). Bei seinem Sieg mit 292 Ringen ließ er seine beiden Hauptkonkurrenten im Gesamtklassement hinter sich und gewann vor Karsten Großhennig (SB Osterwieck I, 289 Ringe) und Ulf Jerosch (SB Harsleben I, 288 Ringe). Mit 873 Ringen führt Marcel Elsner nach drei Runden praktisch uneinholbar die Gesamtwertung in dieser Disziplin an, Zweiter ist 17 Ringe dahinter Ulf Jerosch (856), der Stephan Lorenz (SV Schwanebeck II, 855) auf Rang drei verdrängte.

Dass der Schwanebecker André Böhme nicht nur ein sehr guter Freischütze, sondern auch als Auflageschütze Klasseergebnisse erreicht, zeigte er zum wiederholten Mal bei seinem Sieg in Langenstein. Mit 290 Ringen gewann er auch die dritte Runde und verwies René Bohnhagen (SB Harsleben I, 288 Ringe) und Horst Barner (SV Lüttgenrode II, 285 Ringe) auf die Plätze zwei und drei.

Im Gesamtklassement baute der Schwanebecker seinen Vorsprung weiter aus und führt nun mit insgesamt 872 Ringen vor Bohnhagen (858 Ringe) und Barner (852 Ringe). Bei der Klasse von Böhme ist es nicht denkbar, dass er beim letzten Schießen seinen Vorsprung von 14 Ringen noch aus der Hand geben wird.

Den dritten Rundensieg feierten die Schwanebecker Sportschützen auch in der Mannschaftswertung. Mit insgesamt 1 155 Ringen ließen sie den beiden ärgsten Verfolgern, die SB Harsleben I (1 133 Ringe) und den SV Lüttgenrode I (1 127 Ringe) erneut hinter sich und stehen damit ebenfalls schon vorzeitig als Gesamtsieger fest. Für Harsleben (3 383 Ringe) und Lüttgenrode (3 377 Ringe) geht es noch um den zweiten Platz.

Die Sieger in den einzelnen Disziplinen stehen damit praktisch schon nach drei absolvierten Runden fest, es müsste schon viel Außergewöhnliches passieren, wenn sich da noch etwas ändern sollte.

Dennoch verspricht die letzte Runde, die vom 24. bis 26. April auf dem Schießstand der Börnecker Schützengesellschaft ausgetragen wird, spannend zu werden, denn die Plätze hinten den jeweils Führenden sind noch heiß umkämpft.