Halberstadt (geg/fbo) l Seit 43 Jahren gibt es den Rennsteiglauf, Europas größten Crosslauf. Darüber hinaus entwickelten Mitglieder des Rennsteiglaufvereins vor 17 Jahren ein mehrtägiges Laufangebot über den kompletten Kammweg im Thüringer Wald. Unter der Leitung von Ulrich Röder organisiert eine Helfergruppe einen Etappenlauf über rund 170 km auf der ursprünglichen Strecke des von Julius von Plänckner vermessenen Rennsteigs. An fünf Tagen finden fünf Wettkämpfe statt. Täglich werden alle Etappenzeiten der Teilnehmer ausgewertet, am Zielort erfolgt dann die Siegerehrung. Die Halberstädterin Irmgard Eggert (Rennsteiglaufverein) absolvierte den Etappenlauf, der abwechselnd von Ost nach West und umgekehrt stattfindet, jetzt zum siebten Mal, ihre Vereinskameradin Ilsemarie Seemann-Block aus Langenstein zum fünften Mal.

Die 1. Etappe über 34,3 km wurde in Hörschel (Eisenach) gestartet und verlief unter anderem über den Großen Inselsberg. Es folgten zwei Tagesetappen mit jeweils 27 km über die Grenzwiese, den Grenzadler, vorbei am Großen Beerberg, dem Schneekopf, der Schmücke bis Neustadt. Viel Schnee und Eis auf dem Kammweg zeugten noch von den Langlaufloipen. Der Lauf wurde so auch zum Tanz auf dem Eis. Nach zwei weiteren Etappen von je rund 40 km endete der Lauf in Blankenstein mit dem Wurf eines Steins in die Selbitz, der Tage zuvor aus der Werra bei Hörschel entnommenen worden war.

Gelaufen wurde wie immer nach der Original-Rennsteigmarkierung "R". Für verlaufene Kilometer war jeder selbst verantwortlich. Von 40 Startern erreichten 36 das Ziel. Irmgard Eggert benötigte 22:51 h, Ilsemarie Seemann-Block 24:21 h.