Die zweistündige Anreise der B-Junioren vom VfB Germania Halberstadt zur Spielgemeinschaft Lutherstadt Wittenberg/ Grün Weiß Piesteritz hat sich gelohnt. Die Vorharzer kehrten mit einem klaren Sieg zurück.

Halberstadt (fbo) l Gewarnt war das Team vom Trainergespann Zeißig/ Riewoldt auf alle Fälle, hatten die Gastgeber zurückliegend mit einigen Ergebnissen aufhorchen lassen und lagen sie doch mit Platz sechs in der vorderen Tabellenhälfte.

Entsprechend konzentriert begann Germania die Partie. Ballbesitz und Ballsicherheit hatten oberste Priorität. Nachdem der Gegner in den ersten zehn Minuten kaum Gegenwehr entgegensetzte, war es in Rouven Blecker, der nach toller Vorarbeit von Lukas Seelhorst den verdienten Führungstreffer erzielte (11.).

Fortan erlebten die zahlreich mitgereisten Germania-fans nur noch Stückwerk auf dem Platz. Wenig Laufbereitschaft, ungenaue Abspiele, schnelle Ballverluste und mangelndes Zweikampfverhalten waren bis zur Halbzeitpause symptomatisch. Trotz der eher mäßigen Leistung hatte man allerdings zu keiner Phase des Spiels das Gefühl, dass hier was anbrennen könnte, da die Leistung des Gastgebers einfach nicht ausreichte, die Germanen in Verlegenheit zu bringen.

Marvin Schulz brachte Blecker in der 18. Minute nach einem Pass durch die Schnittstelle mustergültig in Position. Der Stürmer ließ sich nicht lange bitten und erzielte das 2:0. Immer wenn es gefährlich wurde war Rouven Blecker präsent. Er erzielte in der 27. Minute auch das 3:0 und so innerhalb von 16 Minuten einen lupenreinen Hattrick und gleichzeitig den Halbzeitstand.

Nach der Pause änderte sich das Bild im Stadion Volkspark in Piesteritz nur unwesentlich: Die Germanen spielten fehlerbehaftet aber überlegen, der Gastgeber nur sporadisch gefährlich und harmlos in der Vorwärtsbewegung. Die Angriffsversuche verfingen sich immer wieder in der vielbeinigen Abwehr des VfB Germania. Nach Balleroberung wurde das Leder aber immer wieder schnell verloren, so dass ein ständiges Hin und Her zwischen den Strafräumen zu verzeichnen war.

"Spielerisch hat unser Team erst in der letzten Viertelstunde überzeugt. Erst da setzten wir unsere Stärken um, sicher und ballorientiert aus der Abwehr, über die Außen die Sturmspitzen suchend und gefährliche Torraumszenen erarbeitend. Durch Ballsicherheit mit Zug zum Tor, so haben wir uns das vorgestellt", so Interimstrainer Dennis Riewoldt, der den arbeitsbedingt verhinderten Marcel Zeißig vertrat. So war es nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Tor fallen sollte. Erneut war es Blecker, dessen Torschuss durch einen Verteidiger in der 72. Minute per Hand auf der Linie geklärt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Torhüter Christoph Klötzer sicher zum 4:0-Endstand.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Germanen gegen einen ernstzunehmenden Gegner jederzeit dominant waren, aber über die gesamte Spielzeit nicht komplett zu überzeugen wussten. "Die Pflichtaufgabe in Piesteritz ist erledigt, unser Blick und unsere Vorbereitung gilt nun dem Spitzenspiel am 1. Mai in Magdeburg gegen den MSV Börde", so ein letztlich zufriedener Riewoldt.

VfB Germania: Klötzer - Köhler, Kahmann, Hähre, Dimter, Goksch, Schulz, Meißner, Frye (55. Eheleben), Seelhorst (47. Staat), Blecker;

Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3 Rouven Blecker (11., 18., 27.), 0:4 Christoph Klötzer (72.); Schiedsrichter: Tim Gräbitz; Zuschauer: 35.