Wernigerode (ige) l Aufsteiger SV Meteor Wegeleben hat in der Harzliga, Staffel 1, den nächsten großen Schritt zum Durchmarsch in die Harzoberliga gemacht. Durch den 4:1-Heimsieg über Verfolger FSV Ilsenburg II und das Unentschieden des ärgsten Rivalen Hessener SV wuchs der Vorsprung vor den letzten drei Spieltagen auf fünf Punkte an. Im Tabellenkeller blieben die beiden Rivalen im Abstiegskampf ohne Punkte, TuS Elbingerode rangiert damit weiterhin einen Zähler vor Fortuna Dingelstedt.

Meteor Wegeleben - FSV Grün-Weiß Ilsenburg II 4:1 (2:1). Die Ilsestädter traten stark ersatzgeschwächt beim Tabellenführer an, Stefan Schultz musste als etatmäßiger Keeper im Feld aushelfen. Die Wegelebener übernahmen frühzeitig das Zepter, Kevin Rappe nutzte die erste Großchance zur Führung. Kurz darauf verhinderte A-Juniorenkeeper Marian Robra mit starker Parade das zweite Gegentor, stattdessen glich Fabian Weber mit einem tollen Freistoßtreffer aus 23 Metern zum 1:1 aus. In der Folge war erneut Robra bei klaren Chancen zur Stelle, nach 36 Minuten schossen die Gastgeber aus Nahdistanz über den Querbalken. Kurz vor der Pause ließ der bis dahin starke FSV-Keeper einen Schuss prallen, Andreas Kasten bestrafte den Fehler mit dem erneuten Führungstreffer. Nachdem die Gastgeber den Ball erneut aus Nahdistanz nicht im Tor unterbringen konnten (53.) und Marian Robra wiederholt stark parierte (54.), sorgte Torjäger Danel Brock mit seinem 49. Saisontor (!) für die Entscheidung. Zehn Minuten später legte der Spitzenreiter durch Marcus Eilert zum 4:1-Endstand nach und marschiert mit dem souveränen Sieg weiter unaufhaltsam dem Aufstieg entgegen.

Torfolge: 1:0 Kevin Rappe (21.), 1:1 Fabian Weber (26.), 2:1 Andreas Kasten (42.), 3:1 Daniel Brock (60.), 4:1 Marcus Eilert (70.); Schiedsrichter: Thomas Ratschat (Neuwegersleben); Zuschauer: 73.

TSV 09 Wasserleben - Germania Groß Quenstedt 2:0 (1:0). Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, doch im Abschluss agierte Andreas Grunewald zu schwach, Frank Hoffmeister und Axel Odenbach zielten bei Freistößen knapp vorbei. Nach einer Viertelstunde hatte Denny Hanke nach Cherubim-Flanke die erste Chance für die Gäste, fortan entwickelte sich ein abwechsungsreiches Duell mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Auf Groß Quenstedter Seite verpassten Jannik Friese (18.) und Dominik Tronnier (21.) die Führung, Wasserleben hatte durch Nick Festerling per Kopfball (20.) und nach Feuerstack-Rückpass (24.) gute Möglichkeiten. Nachdem der durchgelaufene Jannik Friese an Wasserlebens Keeper André Komor scheiterte (25.) und auf der Gegenseite David Tamke nach Kallnischkies-Vorarbeit aus Nahdistanz vergab (30.), brach die Heimelf sechs Minuten vor der Pause den Bann. Zwar scheiterte Marc Feuerstack nach missglückter Abseitsfalle, aber im Nachsetzen traf David Tamke zur Führung. Im zweiten Spielabschnitt verflachte die Partie, ein Kopfball von Stephan Brückner kurz nach Wiederanpfiff blieb bis zum Schluss die letzte Chance für den Tabellenletzten. Auf Wasserleber Seite wurde ein Schuss von Axel Odenbach auf der Linie geklärt (65.), auch David Tamke (71.) und Nick Festerling per Kopfball (80.) verpassten die Entscheidung. Der eingewechselte Mathias Theunert machte schließlich nach Büttner-Eingabe alles klar (86.), mit der letzten Chance scheiterte Frank Hoffmeister nochmal an Gästekeeper Thomas Forkert (90.).

Torfolge: 1:0 David Tamke (39.), 2:0 Mathias Theunert (86.); Schiedsrichter: Jens Ebeling (Darlingerode); Zuschauer: 32.

Fortuna Dingelstedt - Germania Wernigerode II 0:5 (0:2). Nachdem es am Freitag im Nachholspiel in Schwanebeck nur zu einem Remis reichte, gelang Germania zwei Tage später der langersehnte erste Auswärtssieg. Dabei sah es in der Anfangsphase auf dem holprigen Platz nicht danach aus. Die abstiegsbedrohte Heimelf spielte engagiert und sorgte mit langen Bällen für einige brenzlige Situationen vor dem Germania-Tor. Die bessere Spielanlage hatten jedoch die Wernigeröder, die ihrerseits immer wieder gefährlich über die Außen spielten. Eine schöne Kombination über die linke Seite führte dann auch zum 1:0. Fabian Zeidler spielte sich bis zur Grundlinie durch, seine Eingabe verlängerte Yves Bilsing gekonnt ins lange Eck. Nur zwei Minuten später erhöhte der starke Zeidler selbst zur 2:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel versuchte Dingelstedt noch einmal alles, profitierten bei seinen Chancen auch von Fehlern der Wernigeröder. Doch entweder war der Abschluss zu ungenau oder Gästekeeper Markus Loehsner parierte. Die Entscheidung fiel nach einer knappen Stunde, als Michael Schulz aus gut 25 Metern Maß nahm und zum 3:0 traf. Nun resignierten die Fortunen und Germania kam nach sehenswerten Angriffen zu zwei weiteren Treffern. Schiedsrichterin Viola Tietz leitete die Partie souverän.

Torfolge: 0:1 Yves Bilsing (31.) 0:2 Fabian Zeidler (33.), 0:3 Michael Schulz (59.) 0:4 Fabian Zeidler (84.), 0:5 Andy Dienemann (90.); Schiedsrichter: Viola Dietel (Heudeber); Zuschauer: n.g.