Ilsenburg l Bevor der Anpfiff ertönte, wurde Trainer Martin Kays verabschiedet. Die stellvertretende Vereinschefin Dagmar Kupfer dankte dem langjährigen Spieler und Trainer der aktuellen Saison, der zu seinem ehemaligen Verein MTV Vienenburg zurückkehrt, für sein Engagement.

"In den folgenden 60 Spielminuten stand sich der Güsener HC selbst im Weg, in den Köpfen schienen sie die Partie schon gewonnen zu haben", so Trainer Martin Kays. Seine Schützlinge lieferten im letzten Spiel sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine starke Vorstellung ab. "Sie haben die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt, das Spiel im Angriff immer wieder in die Breite gezogen und sind in die Nahtstellen gestoßen", berichtet der HVI-Coach.

In der Abwehr agierten die Ilsenburger mit einer offensiven Deckung gegen die Brüder Christian und Kevin Haßbergen, letzterer nahm sich mit einer Tätlichkeit gegen Eric Kunze bereits in der ersten Halbzeit selbst aus dem Spiel. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren nach ausgeglichenem Spielverlauf bis zum 11:11 bereits mit 16:13 geführt, bis zur Pause wurde der Vorsprung auf 20:16 ausgebaut.

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Ilsenburger nicht von ihrer Linie ab, zogen ihr Spiel diesmal bis zum Schluss konzentriert durch. Über die Stationen 23:16 und 27:19 wuchs der Vorsprung phasenweise auf acht Tore an, der Sieg geriet zu keiner Phase der Partie mehr ernsthaft in Gefahr.

"Es war ein ganz einfaches Erfolgsrezept, wir haben heute einfach weniger Fehler gemacht als der Gegner. Es freut mich und ich bin stolz, dass die Mannschaft auf den Punkt genau diese starke Teamleistung abgeliefert hat", so der scheidende HVI-Trainer Martin Kays.

Während die Ilsestädter ihre Pflichtaufgabe erfüllten, erhielten sie vom LSV Klein Oschersleben die nötige Schützenhilfe. Der Tabellensiebte behielt im Bördekreisderby gegen Lok Oschersleben mit 31:26 die Oberhand und ermöglichte den Ilsestädtern damit den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz.

"Laut Durchführungsbestimmung steigt nur der Tabellen-13. der Verbandsliga ab. Und da hat der HV Ilsenburg alles dafür getan, die Klasse zu halten. Eine Änderung könnte sich nur noch ergeben, wenn so viele Mannschaften aus höherklassigen Ligen absteigen würden, dass sie nicht mehr in der Sachsen-Anhalt-Liga aufgefangen werden können. Aber wir gehen momentan davon aus, dass der HV Ilsenburg auch nächste Saison in der Verbandsliga spielt", so Spielleiter Ralf Seidler gegenüber dem Harzer Sportkurier.

HV Ilsenburg: Homann, Senkbeil - Sadowski (4), Eckardt (8), Dallmann (4), Gohlke (5), Oppermann (3), Kausch (5), Kunze (5), Müller (2), Schneider (1), Bittner;

Zeitstrafen
: HV Ilsenburg 5 - Güsener HC 1; Siebenmeter: HV Ilsenburg 6/6 - Güsener HC 11/8.