Osterwieck (mak) l Wohl nur noch die größten Pessimisten glauben nach dem Sonnabend an den Abstieg des SV Eintracht Osterwieck. Mit einem 2:1 (0:0)-Sieg gegen die ZLG Atzendorf haben die Harzer den wahrscheinlich entscheidenden Schritt in Richtung Ligaverbleib gemacht. "Ich möchte nicht zu euphorisch sein, aber eigentlich müssten wir es jetzt schaffen", übte sich Eintracht-Trainer Rainer Dube in Zurückhaltung.

Auf beiden Seiten war von Beginn an die Nervosität zu spüren. Die größten Chancen im ersten Durchgang erarbeiteten sich die Hausherren: Vladimir Zir setzte seinen Schuss neben das Tor (20.), Toni Torbahn verpasste eine Hereingabe von Peter Mosko knapp (35.) und auch Mosko selbst vergab nach einer Hereingabe von David Wagner (45.).

Bereits nach 20 Minuten musste Eintracht-Keeper Malte Theuerkauf verletzt ausgewechselt werden. Feldspieler Kevin Hildach übernahm die Torhüterrolle "und machte seine Sache exzellent", lobte Dube. So entschärfte er die einzige gute Möglichkeit für Atzendorf in der ersten Hälfte.

Nach der Pause kamen die Gäste besser ins Spiel und nutzten gleich ihre erste Chance. Kay Faatz erzielte den "gut herausgespielten" 1:0-Führungstreffer (52.). Doch die Freude währte nicht lange: Im Gegenzug landete ein eigentlich als Hereingabe gedachter Ball von Wagner zum 1:1-Ausgleich im Tor (53.). Wenige Minuten später drehten die Gastgeber die Partie endgültig: ZLG-Torhüter Sascha Eisenträger konnte einen Schuss von Torbahn nur abklatschen lassen, Erik Lessmann setzte nach und traf zum 2:1 (67.). Die Salzländer drängten auf den Ausgleich, doch es blieb beim knappen Sieg.

Eintracht Osterwieck: Theuerkauf (20. Kruppa) - Hauch, Wagner, Zir (85. Blankenburg), Seubert, Mosko (89. Hess), Lessmann, Torbahn, Wagenfuehr, Schmidt, Hildach

Tore: 0:1 Kay Faatz (52.), 1:1 David Wagner (53.), 2:1 Erik Lessmann (67.); Schiedsrichter: Viola Dietel (SC Heudeber); Zuschauer: 112