Wernigerode (ige) l Der Aufstiegskampf in der Fußball-Harzliga, Staffel 1, hat wieder etwas an Spannung gewonnen. Durch das 3:3-Unentschieden beim TSV Zilly schmolz der Vorsprung von Meteor Wegeleben vor den letzten beiden Spieltagen auf drei Punkte. In Anbetracht der klar besseren Tordifferenz fehlt dem Aufsteiger aber nur noch ein Sieg zum Durchmarsch in die Harzoberliga.

Germania Groß Quenstedt - FSV Grün-Weiß Ilsenburg II 3:6 (2:4). Die Ilsenburger waren über die gesamte Spielzeit hinweg tonangabend, gaben aber die Führung in der ersten Halbzeit zweimal durch Schlafeinlagen der Abwehr postwendend wieder aus der Hand. Mit einem Doppelschlag stellten die Grün-Weißen aber noch vor der Pause die Weichen auf Sieg. Erst traf der etatmäßige Torwart Stefan Schultz, fünf Minuten später schnürte Nick Blum aus 16 Metern seinen Doppelpack. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen Sven am Ende und erneut Nick Blum gute Möglichkeiten aus, spätestens mit dem zweiten Treffer von Fabian Weber zum 2:5 war die Partie gelaufen. Sven am Ende machte nach einem Torwartfehler das halbe Dutzend voll, in der Schlussphase gelang Groß Quenstedt erst ein Pfostentreffer (88.) und kurz darauf Ergebniskosmetik.

Torfolge: 0:1 Fabian Weber (10.), 1:1 Dominik Habermann (15.), 1:2 Nick Blum (32.), 2:2 Dominik Habermann (33.), 2:3 Stefan Schultz (37.), 2:4 Nick Blum (42.), 2:5 Fabian Weber (75.), 2:6 Sven am Ende (85.), 3:6 Stephan Bückner (90.); Schiedsrichter: Horst Schütze (Rohrsheim); Zuschauer: 25.

Blau-Weiß Schwanebeck - TSV 09 Wasserleben 5:3 (3:0). Wie schon beim letzten Auswärtsspiel in Wegeleben gerieten die Wasserlebener bereits in der ersten Halbzeit vorentscheidend in Rückstand. In der Schlussphase lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, mit dem die Wasserleber zumindest die zweite Halbzeit zu ihren Gunsten entschieden. Zum Matchwinner avancierte Schwanebecks Lars Hollick, der die Blau-Weißen mit vier Treffern fast im Alleingang zum Sieg schoss.

Torfolge: 1:0 Oliver Paul (15.), 2:0, 3:0 Lars Hollick (35., 39.), 3:1 David Tamke (70.), 4:1, 5:1 Lars Hollick (71., 75.), 5:2 Nick Festerling (85.), 5:3 David Tamke (86.); Schiedsrichter: Detlev Charwat (Hüttenrode); Zuschauer: k.A.

TuS Elbingerode - Hessener SV 3:6 (0:4). Die Elbingeröder rutschten durch die zweite Niederlage in Folge wieder auf einen Abstiegsplatz. Wie schon seit Wochen, ließen die Oberharzer in den entscheidenden Situationen die nötige Konzentration, Einsatzwillen und Genauigkeit in ihren Aktionen vermissen. Gegen den Aufstiegsanwärter aus Hessen führte dies schon zur Pause zu einem vorentscheidenden 0:4-Rückstand, zuvor hatte Michel Palm für die Gäste bereits den Pfosten getroffen (9.). Nach einem scheinbar aussichtslosen 0:5-Rückstand schöpfte TuS mit drei Treffern binnen einer Viertelstunde, wobei Martin Jung vor dem 2:5 den Pfosten getroffen hatte, noch einmal Hoffnung. Ein verwandelter Foulelfmeter entschied die Partie endgültig.

Torfolge: 0:1 Matthias Wascher (26.), 0:2 Christian Korn (28.), 0:3 Sebastian von Kloeden (37.), 0:4 Patrick Riesmeier (39.), 0:5 Michel Palm (55.), 1:5 Fabian Kulp (60.), 2:5 Daniel Schuck (63.), 3:5 Maik Halm (75.), 3:6 Patrick Riesmeier (85. Foulstrafstoß); Schiedsrichter: Diethardt Löchner (Königerode); Zuschauer: 30.

Germania Wernigerode II - TSV Deersheim 5:2 (3:1). Mit dem gleichen Ergebnis nahm die Germania für die im Hinspiel erlittene Niederlage Revanche. Die Hausherren machten von Beginn an Druck und gingen früh durch Kapitän Zablinski in Führung (5.). Die drückende Überlegenheit spiegelte sich in zahlreichen Torchancen wider, auf der Gegenseite musste auch Markus Loehsner gegen Christian Huchel sein Können zeigen. Dem 2:0 ging eine schöne Kombination hervor, Sebastian Seil legte mustergültig für Björn Makswitat auf. Mit dem 3:0 durch René Bergmann schien die Partie entschieden. Das überraschende Gegentor unmittelbar vor der Pause änderte nichts an der Überlegenheit der Germania, die nach Wiederanpfiff auf weitere Tore drängte. Doch der überragende Gästekeeper Alexander Kerler vereitelte zahlreiche Chancen. Der unerwartete Anschlusstreffer per Foulelfmeter fiel nach einer Unachtsamkeit der Germania-Abwehr. Aber nur vier Minuten stellte Sven Roth per Kopfball nach Flanke von Marti Dill den alten Abstand wieder her. Nach weiteren klaren Chancen sorgte der eingewechselte Safet Ballabani kurz vor Schluss für den Endstand.

Torfolge: 1:0 Christopher Zablinski (5.), 2:0 Björn Makswitat (16.), 3:0 René Bergmann (24.), 3:1 Christian Huchel (45.), 3:2 Marcel Brasche (67. Foulstrafstoß), 4:2 Alexander Kerler (71. Eigentor), 5:2 Safet Ballabani (90.); Schiedsrichter: Reinhold Reddig (Blankenburg); Zuschauer: 25.