Blankenburg l Chancen auf beiden Seiten, rassige Zweikämpfe und viel Leidenschaft: Das Derby zwischen dem Blankenburger FV und Eintracht Osterwieck wurde seinem Namen gerecht. Zum Leidwesen der Gäste spiegelte das Ergebnis am Ende aber nicht den Spielverlauf wider: Dank der effektiveren Chancenverwertung setzte sich der BFV mit 2:0 (1:0) durch, doch "Osterwieck war sehr gut aufgestellt, es war ein offenes, kampfbetontes Spiel", sagte BFV-Trainer Uwe Hain.

Bereits nach drei Minuten besaßen die Gäste die Großchance zur Führung. Eine starke Fußabwehr von Torhüter Daniel Robinson verhinderte den frühen Rückstand für Blankenburg.

Standardsituation dient als Dosenöffner

Erst eine Standardsituation bescherte den Hausherren dann die 1:0-Führung. Einen schnell ausgeführten Freistoß von Stefan Pinter köpfte Sebastian Lehmann unter Bedrängnis zum 1:0 ein (27.). "Osterwieck hatte auch gute Gelegenheiten", gab Hain zu. Doch wieder einmal vergaben die Gäste ihre Chancen in der ersten Hälfte fahrlässig.

Nach Wiederanpfiff agierten die Blankenburger in der Defensive konzentrierter: "Wir haben in der zweiten Hälfte früh gestört, gut zugestellt und Osterwieck fehlte es dann gegen unsere Abwehr an Ideen", sagte Hain.

Die Entscheidung leitete wiederum Pinter ein. Er gewann den wichtigen Zweikampf im Mittelfeld und bediente Marcel Schröder auf der Außenbahn. Dessen Pass vollendete Robert Matznick zum 2:0-Endstand (81.).

Für die Hain-Elf ist in der Tabelle theoretisch nur noch Rang fünf möglich, die restlichen Spiele könnten also als lockere Auslaufübung verstanden werden - doch weit gefehlt: Immerhin geht es für den BFV in dieser Saison sogar noch um einen nicht unbedeutenden Titel. "Wir wollen uns weiter stabilisieren und Spielzüge ausprobieren. Auf jeden Fall werden wir die letzten drei Spiele mit Volldampf angehen, auch um dann gut vorbereitet ins Pokalfinale zu gehen", sagte Hain.

Am 19. Juni trifft seine Mannschaft im Kampf um den Pokal des Landrates auf Germania Wernigerode (Kreisoberliga). Es wäre der perfekte Abschluss einer beeindruckenden Serie unter Hains Regie. Seit der ehemalige Bundesligatorhüter des Hamburger SV und von Eintracht Braunschweig beim Blankenburger FV an der Seitenlinie steht, hat der Verein sieben seiner zehn Punktspiele gewonnen.

Blankenburger FV: Robinson - Matznick, Neudek, Mehnert, Effler (74. Schröder), Pinta, Brüser, Leventyüz, Lehmann, John, Schmidt

Eintracht Osterwieck: Koch - Hauch, Perle, Wagner, Seubert, Mosko (76. Blankenburg), Lessmann (62. Kruppa), Torbahn, Wagenfuehr, Schmidt, Hildach;

Torfolge: 1:0 Sebastian Lehmann (27.), 2:0 Robert Matznick (81.); Schiedsrichter: Miriam Schweinefuß (Grün-Weiß Rieder); Zuschauer: 55