Sein sechstes Vorbereitungsspiel bestreitet am Sonntag Fußball-Oberligist VfB Germania Halberstadt. Eine weitere Partie folgt bereits am Dienstag. Dann wollen die Fußballer aus Halberstadt und vom SV Langenstein mit einer gemeinsamen Benefizaktion Geld für die Angehörigen und Verletzten des Zugunglücks von Hordorf sammeln.

Halberstadt. "Die Aktion steht", meinte gestern der stellvertretende Vorsitzende des SV Langenstein, Knut Himpel. Am Dienstag um 18 Uhr steigt in Langenstein das Benefizspiel zwischen dem Oberligisten und dem Vertreter der Harzoberliga. Fast alle Opfer des Zugunglücks vom vergangenen Sonnabend stammen aus dem Harzkreis, darunter nahezu eine ganze Familie aus Langenstein. "Es ist ein Muss in solch einem Fall zu helfen. Wir als Mannschaft und Verein haben uns spontan entschlossen, eine Aktion ins Leben zu rufen, um einen kleinen Beitrag zu leisten", meinte Fait-Florian Banser, der stellvertretend für den VfB Germania verantwortlich für die Organisation der Partie ist.

Schon jetzt kann Geld für die Verletzten und Angehörigen gespendet werden, ein entsprechendes Konto, auf das auch sämtliche Einnahmen vom Dienstag eingehen werden, ist bei der Harzsparkasse eingerichtet: Kontonummer 339 82 96 80, Bankleitzahl 81 05 20 00; Verwendungszeck "Zugunglück".

Bereits am Sonntag um 14 Uhr bestreiten die Oberliga-Kicker des VfB ein weiteres Vorbereitungsspiel für die in einer Woche startende Rückrunde. Weil der ursprünglich angesetzte Gegner VfL Wolfsburg II kurzfristig ein Nachholspiel austrägt, einigte sich das Team von Trainer Andreas Petersen mit dem niedersächsischen Verbandsligisten SSV Kästorf auf einen Vergleich. In Kästorf wird es ein Wiedersehen mit dem früheren Germanen Chris Borgsdorf geben, der inzwischen das Tor beim ambitionierten Verein hütet.

Zwar langsam, aber stetig wächst beim VfB Germania indes der Kader. Immer mehr angeschlagene oder verletzte Spieler kehren zurück ins Team. So konnten Torsten Marx, Horst Rau und Alexander Gröger seit Mittwoch wieder mittrainieren. Auf den kompletten Kader wird Andreas Petersen jedoch auch übermorgen noch nicht zurückgreifen können. Fait-Florian Banser beispielsweise braucht wohl noch zwei weitere Wochen, um seine Muskelverletzung auszukurieren.

"Wenn alle an Bord sind, sehe ich zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben, denn schon in den letzten Spielen – ohne Bestbesetzung – haben wir guten Fußball gezeigt", meinte Petersen mit Hinsicht auf die aktuelle Personalsituation. Er ergänzt: "Die Stimmung wird immer besser, ich habe ein gutes Gefühl, dass wir letztlich eine schlagkräftige Truppe in die Rückserie schicken können."