Halberstadt (bkr). Wegen seiner sportlichen Ergebnisse hat der Verein Boxwölfe e.V. Halberstadt für ein Jahr den Status als Landesleistungsstützpunkt Boxen im Fachverband Sachsen-Anhalt erhalten. Dieses Berufungsschreiben nahm der Sportwart der Halberstädter Boxwölfe, Stefan Bosse, am Rande des Kampf- abends zur 3. Bundesliga in Halle vom Präsidenten des Landesamateurboxverbandes, Peter Börner, in Empfang.

Bosse wertet die Ernennung als Anerkennung für die gute Nachwuchsarbeit der Halberstädter und Dardesheimer Faustkämpfer, die am vergangenen Wochenende ihr alljährliches Trainingslager zur Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften 2011 in Halle durchführten.

Selbstverständlich nutzten die Nachwuchskämpfer und Kämpferinnen die Zeit in Halle auch, um dem Halberstädter Slava Bohl bei seinem dritten Bundesligakampf für das Boxteam Sachsen-Anhalt die Daumen zu drücken. Das war auch nötig, zählt doch die gegnerische Staffel aus Cottbus zu den Favoriten der Gruppe Ost. So stand Bohl, der talentierte Bantamgewichtler (bis 56 kg) vor der bisher größten sportlichen Herausforderung in seiner noch jungen Boxerkarriere. Sein Gegner, Theo Krechlok vom BCC, hat eine fast makellose Bilanz (53 Kämpfe, davon 50 Siege) und ist Internationaler Deutscher Meister 2010 und Kadettenweltmeister 2008. Bohl ließ sich davon aber nicht beeindrucken und lieferte gegen diesen klasse Boxer eine hervorragende erste Runde ab. Zum Ende der zweiten Runde musste Bohl jedoch einige schwere Treffer hinnehmen und nachdem er auch angezählt werden musste, gab das Trainergespann mit Siegfried Vogelreuter und Stefan Bosse dem Ringrichter das Zeichen, den Kampf abzubrechen. "Slava fehlt einfach noch Kampferfahrung, um gegen solche Kämpfer zu bestehen", meinte Vogelreuter. Trotz der Niederlage von Bohl, konnte das Boxteam Sachsen-Anhalt durch die Siege von Marcus Kloss, Christian Henze, Sebastian Knigge, Robin Eickhorst und Islam Sulimanov den Kampfabend mit 13:10 für sich entscheiden.

Im Rahmenkampf standen sich in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm die beiden Boxwölfe Luisa Molt und Maxi Vogel gegenüber. Nachdem die Halberstädterin Maxi Vogel in ihrem ersten Kampf in den ersten beiden Runden dominierte und auch auf der Punkt- maschine die meisten Treffer zu verzeichnen hatte, setzte in der dritten Runde Luisa Molt aus Klein Quenstedt ihre Reichweitenvorteile ein und konnte dadurch den Kampf noch als Siegerin beenden.