Der VfB Germania Halberstadt hat die von Trainer Andreas Petersen als "Nagelprobe" betitelte Partie gegen den FSV Zwickau mit 2:1 (1:0) gewonnen. Torschützen für die Gastgeber waren Leeroy Götz und Florian Eggert.

Halberstadt. Diese Begegnung werden alle Beteiligten so schnell nicht vergessen. Es waren nicht unbedingt die 90 regulären Spielminuten, die für Spannung sorgen, dafür aber die vier Minuten Nachspielzeit.

Halberstadt begann gegen die individuell top besetzten Westsachsen zwar mit einem 4-4-2, darin involviert waren aber mit Preuß, Marx, Banser und Blankenburg vier klassische Stürmer. Wie so oft begann Germania aggressiv, attackierte den Ballführenden früh. Dadurch entwickelte sich zunächst eine optische Überlegenheit der Gastgeber, auch weil immer wieder Banser in der Spitze gesucht wurde. Nach einer Viertelstunde war auch Zwickau voll in diese Begegnung integriert, so dass sich beide Mannschaften neutralisierten. Zwickau hatte per Freistoß von Laskowski (24.) eine gute Möglichkeit. Die beste Chance der Germanen vergab Marx, als er sich um seinen Gegenspieler drehte, aber aus acht Metern an Gästekeeper Wohlfeld scheiterte. Weil Marx dabei am Trikot nach hinten gezogen wurde, hätte sich der FSV nicht über einen Strafstoß beklagen dürfen. Etwas überraschend fiel die Führung für Halberstadt (40.). Von der linken Angriffseite flankte Götz Richtung Strafraum. Banser war zwar mit den Haarspitzen dran ("Zum Glück war ich nicht zum Friseur", so der Stürmer), das Tor wurde aber seinem jüngeren Teamkollegen zugesprochen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam der Gastgeber zu zwingenderen Möglichkeiten: Eggert (52.), Marx (57.) und Banser (70.) hatten aber keinen Erfolg. Die Zwickauer waren in dieser Phase zu passiv.

Es folgte der Knackpunkt. Fitkau stoppte FSV-Stürmer Kellig per Notbremse (77.). Dieser wäre ansonsten völlig frei auf das VfB-Gehäuse zugerannt. Zu Recht gab es Rot. Die Sachsen stürmten nun mit Mann und Maus, ein Zittersieg der Germania deutete sich an - aber auch der Ausgleich lag spürbar in der Luft. Halberstadt wackelte...und kassierte in der 91. Minute den Ausgleich. Unglaublicherweise zeigte dieser Tiefschlag keine Wirkung: In Unterzahl brachte nun der Gastgeber alles nach vorne. Schieri Kanzler wertete einen Zweikampf im FSV-Strafraum als Foul und entschied auf Elfmeter. Eggert verwandelte sicher - es war die dritte Minute der Nachspielzeit. Der Rest war VfB-Jubel.