Obwohl der SV Olympia Schlanstedt im Pokaleinsatz war, avancierte der Tabellenführer auch zum Gewinner der Harzoberliga-Nachholspiele. Der Verfolger SV Veckenstedt verlor das Spitzenspiel bei Fortuna Halberstadt. Im Abstiegskampf konnte nur Grün-Gelb Ströbeck einen dringend nötigen Sieg einfahren.

SV Fortuna Halberstadt -

Fortschritt Veckenstedt 2:1 (1:1)

In diesem Spitzenspiel hatten die ersatzgeschwächt angereisten Veckenstedter in der achten Spielminute bereits die erste große Möglichkeit durch Denny Laue. Der Torjäger konnte eine Eingabe jedoch nicht verwerten. Im Gegenzug nutzten die Fortunen ihre Chance und gingen durch Christopher Kessler in Führung. Danach machte Veckenstedt etwas mehr Druck. Nach dem Fortunas Keeper einen Freistoß von Freistoß Carsten Seiler parierte, gelang Denny Laue in der 24. Minute der Ausgleich. Andy Sparwasser hatte in der 44. Minute die letzte Möglichkeit vor der Pause, sein Schuss verfehlte jedoch knapp das Gästetor. Mit neuem Angriffselan kamen die Fortunen aus der Kabine. Der erneute Führungstreffer ließ auch nicht lange auf sich warten: In der 50. Minute war Enrico Naw- rocki zur Stelle und schoss zum 2:1 ein. Danach vergab Denny Laue zwei vielversprechende Gelegenheiten zum Ausgleich (53., 65.). Auf der Gegenseite traf Ronny Peine mit brillantem Schuss nur die Querlatte (67.).

Torfolge: 1:0 Christopher Kessler (8.), 1:1 Denny Laue (24.), 2:1 Enrico Nawrocki (50.); Schiedsrichter: Detlef Schneider (Friedrichsbrunn).

SV Darlingerode/Drübeck -

Hessener SV5:0 (4:0)

Der SV Darlingerode/Drübeck setzte auch im Heimspiel gegen abstiegsbedrohte Hessener seine Erfolgsserie der letzten Wochen fort und verbesserte sich auf den dritten Tabellenplatz. Bereits nach fünf Minuten nutzte Johannes Rehse einen Flanke von Christoph Pinta zur Führung. Noch vor der Pause legten Pinta per Freistoß, Robert Junker nach Pass von Lars Weidner und erneut Rehse nach Hess-Zuspiel zum vorentscheidenden 4:0 nach. Auch im zweiten Spiel- abschnitt war kein Aufbäumen der Hessener zu erkennen, zumal Darlingerode nur drei Minuten nach Wiederanpfiff bereits den fünften Treffer folgen ließ. Diesmal war Rehse der Vorbereiter und Kapitän Thomas Gelhaar vollendete. Schiedsrichter: Uwe Wille hatte mit der fairen Partie keine Probleme.

Torfolge: 1:0 Johannes Rehse (5.), 2:0 Christoph Pinta (29.), 3:0 Robert Junker (35.), 4:0 Johannes Rehse (42.), 5:0 Thomas Gelhaar (48.); Schiedsrichter: Uwe Wille (Dingelstedt).

TSV Germ. Groß Quenstedt -

TSV Zilly 19112:2 (0:1)

Die Zuschauer bekamen eine gutklassige Partie zu sehen, in der die Gäste zunächst die Akzente setzten. Groß Quenstedt kam mit der robusten Spiel- weise des TSV Zilly nicht zurecht und agierte über weite Strecken der ersten Halbzeit zu schläfrig. Ein 28-Meter-Freistoßhammer von Oliver Lindau brachte die verdiente Gäste- führung. Germania-Keeper Riethausen war die dabei Sicht verdeckt. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam der Gast- geber dann besser ins Spiel, Chancen blieben aber wie über die gesamte Spielzeit hinweg, Mangelware. Nach dem Seitenwechsel spielten die Einheimischen wie ausgewechselt, mit einer deutlich besseren Einstellung übernahm der TSV Germania das Kommando. Eine scharfe Eingabe von Ronny Zimmermann vollendete Christian Sellnow zum verdienten Ausgleich. Danach hatte Groß Quenstedt mehrfach die Chancen zur Führung, ein Handelfmeter führte schließlich zum 2:1. Nico Neumann traf aber erst im zweiten Versuch. Beim erfolglosen ersten Schuss war ein Zillyer zu früh in den Strafraum gelaufen. Im weiteren Verlauf verpasste die Heimelf die Entscheidung, Marko Stibane ließ die größte Möglichkeit aus. Stattdessen rettete Oliver Lindau mit seinem zweiten Freistoßtor das Remis.

Torfolge: 0:1 Oliver Lindau (23.), 1:1 Christian Sellnow (61.), 2:1 Nico Neumann (65. HE), 2:2 Oliver Lindau (65.); Schiedsrichter: Carsten Gacksch (Aspenstedt).

SV Langenstein -

SV Grün-Weiß Rieder0:1 (0:1)

Im Kampf um den Klassen- erhalt musste der SV Langenstein einen neuerlichen Rückschlag hinnehmen. Nach zuletzt zwei Siegen ging der SVL mit Zuversicht in die Partie gegen Rieder. Die ersten 20 Minuten wurden auch vom Gast- geber bestimmt, große Chancen wurden aber nicht heraus- gespielt. Nach knapp einer halben Stunde nutzten die Grün-Weißen eine Unkonzentriertheit in der SVL-Abwehr zur glücklichen Führung, die Dimitri Klimow mit einem satten Schuss aus 18 Metern erzielte. In der zweiten Hälfte gab es einen offenen Schlagabtausch. Auf beiden Seiten konnten allerdings beste Möglichkeiten nicht verwertet werden. Mit Glück und Geschick brachten die Gäste die knappe Führung über die Zeit .

Torfolge: 0:1 Dimitri Klimow (29.); Schiedsrichter: Steffen Ehrhardt (Wernigerode).

FC Einheit Wernigerode II -

Grün-Weiß Hasselfelde3:3 (1:1)

Die Hasseröder wollten die Partie unbedingt gewinnen, gerieten aber trotz Verstärkungen aus der Landesliga-Elf nach einer knappen Viertelstunde in Rückstand. Christoph Schulz schloss ein sehenswertes Solo von der Mittellinie zur Hasselfelder Führung ab. Die Antwort der Einheimischen folgte aber nur sechs Minuten später, Henrik Blume köpfte einen Freistoß zum 1:1 ein. Fortan hatte die Einheit-Reserve das Geschehen weitestgehend im Grif. Verdienter Lohn war der Führungstreffer durch einen verwandelten Foulstrafstoß von Blume. Statt weitere Kräfte freizusetzen, sorgte dieser Treffer für einen Bruch im Spiel der Gastgeber. Hasselfelde übernahm nun das Kommando und glich nach einem katastrophalen Fehlpass aus. Auch danach blieben die Oberharzer spielbstimmend, als John Eilenberger zum 2:3 traf, schien die Entscheidung gefallen. Doch der FC Einheit hatte noch einen Joker in der Hinterhand: Marco Griesau traf kurz nach seiner Einwechslung nach Eingabe von Benjamin Lindemann und rettete den Wernigeröder das leistungsgerechte Unentschieden.

Torfolge: 0:1 Christoph Schulz (14.), 1:1, 2:1 Henrik Blume (20., 59.), 2:2 Schulz (66.), 2:3 john Eilenberger (80.), 3:3 Marco Griesau (88.); Schiedsrichter: Sebastian Wienecke (Halberstadt).

Grün-Gelb Ströbeck -

SG Dankerode3:1 (1:1)

Wie schon im letzten Heimspiel gegen Darlingerode geriet Ströbeck bereits in der ersten Minute in Rückstand. Einen Abpraller von Torhüter Besig lupfte René Döllner ins Tor. Die Gastgeber ließen sich aber weder vom frühen Gegentor noch von der sehr harten Gangart der Gäste beeindrucken und übernahmen danach das Kommando. Aus einer sicheren Abwehr mit einem starken Libero Thomas Wohlleben spielte das agile Mittelfeld über Martin Panterodt und Matthias Eheleben gute Chancen heraus. Nachdem Panterodt nur den Pfosten traf (10.), führte ein Eckball zum verdienten Ausgleich. Eheleben brauchte am langen Pfosten nur noch den Fuß hinzuhalten. Bis zur Pause war das Spiel ausgeglichen und verlief weiter auf gutem Niveau. Nach der Pause erhöhte Ströbeck den Druck, die Gästeabwehr hatte alle Hände voll zu tun, ihr Tor sauber zu halten. Über viele Ball- stafetten im Mittelfeld und mit großem Einsatz übernahmen die Grün-Gelben das Zepter. Ein beherzter Flachschuss von Eheleben aus 20 Metern brachte Gästekeeper Maik Seifert in arge Schwierigkeiten, den Abpraller schoss André Grümmer zur 2:1-Führug ein. Der ein- gewechselte Maik Giesecke sorgte fünf Minuten vor dem Abpfiff mit einem Schuss in die linke Torecke für das 3:1. Mit dieser Einstellung sollten die Ströbecker im Kampf gegen den Abstieg gute Chancen haben. Schiedsrichter Hinze aus Blankenburg leitete die Partie sehr souverän.

Torfolge: 0:1 René Döllner (1.), 1:1 Matthias Eheleben (15.), 2:1 André Grümmer (63.), 3:1 Maik Giesecke (85.); Schiedsrichter: Matthias Hinze (Blankenburg).