Wasserleben l Die Ströbecker schlossen dabei durch das Remis der Langelner im Nachbarschaftsduell bis auf einen Punkt zum Tabellenführer auf. In der Verfolgergruppe ließ Fortschritt Veckenstedt mit der Niederlage bei Empor Dedeleben erneut Federn, dafür meldete sich der TSV Zilly mit dem dritten Sieg in Serie in der Spitzengruppe zurück. Im Kellerduell enführte Eintracht Osterwieck II im kurzfristig gedrehten Spiel drei Punkte aus Schlanstedt.

TSV 09 Wasserleben – TSV 1893 Langeln 1:1 (1:1). Nach ausgeglichener Anfangsphase fanden die Gastgeber besser ins Spiel, der Führungstreffer fiel daher auch nicht unverdient. Ein zu kurz abgewehrter Freistoß fiel Benjamin Bröder vor die Füße, der aus 22 Metern volley ins lange Eck traf. Auch in der Folge hinterließ Wasserleben im Spiel nach vorn den gefährlicheren Eindruck, Robert Göpel hatte per Kopfball die hochkarätige Chance zum 2:0. Nach einer halben Stunde verstärkte der Spitzenreiter seine Offensivbemühungen, Christopher Göbel hatte nach schönem Beckmann-Zuspiel die erste gute Chance. Fünf Minuten vor der Pause setzte sich Christopher Göbel auf der linken Seite durch, seine Eingabe brauchte Toni Jericke nur noch einzuschieben. Mit dem Ausgleich im Rücken, übernahmen die Langelner zu Beginn der zweiten Halbzeit das Zepter. Wasserleber hatte Glück, als Fabian Dziergwa den Ball nach Harms-Freistoß an den eigenen Pfosten lenkte (57.). Und nochmals zehn Minuten später, als Toni Jericke im Strafraum an der Grenze zum Foul am Torschuss gehindert wurde und das Leder dadurch nicht richtig traf. In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg, die beste Chance war auf Seiten der Heim­elf. Martin Riemer scheiterte per Kopfball an TSV-Keeper Christian Schulze, der Nachschuss rutschte Stefan Thomas Just über den Fuß (88.).

Torfolge: 1:0 Benjamin Bröder (10.), 1:1 Toni Jericke (40.); Schiedsrichter: Mario Braune (Osterwieck); Zuschauer: 70.

Empor Dedeleben – Fortschritt Veckenstedt 2:1 (0:0). Die Gastgeber waren über die gesamte Spielzeit hinweg tonangebend, mit ihrer körperlich robusten Spielweise und einer aggressiven Zweikampfführung kauften sie der jungen Veckenstedter Elf den Schneid ab. Torchancen ergaben sich im Verlauf der ersten 45 Minuten kaum, einzig die Dedelebener tauchten zweimal gefährlich vor dem Gästetor auf. Auch die zweite Halbzeit brachte beim SV Fortschritt keine Besserung. Umso überraschender fiel eine Viertelstunde vor Schluss der Führungstreffer, beim Abwehrversuch von David Diedrich nach einer Eingabe senkte sich der Ball über Dedelebens Keeper David Kramer hinweg ins eigene Tor. Die Antwort folgte aber postwendend, Sylvio Diedrich verwandelte einen umstrittenen Foulstrafstoß zum 1:1. Wenig später war für den Empor-Torschützen das Spiel beendet. In einer zunehmend hektischen Partie, die Referee Klaus-Dieter Keischke große Probleme bereitete, sah Sylvio Diedrich wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. In Unterzahl gelang dem Gastgeber aber nur eine Minute später nach einem Freistoß durch Sebastian Bergesch der verdiente Siegtreffer. „Ein hochverdienter Sieg für Dedeleben, wir haben während der gesamten Partie keinen Zugriff auf den Gegner bekommen. Gerade im Spiel gegen eine derart körperlich präsente Mannschaft war das Fehlen erfahrener Leistungsträger nicht zu kompensieren“, so Gästecoach Sandy Minkner.

Torfolge: 0:1 David Diedrich (75. Eigentor), 1:1 Sylvio Diedrich (75. Foulstrafstoß), 2:1 Sebastian Bergesch (83.); Schiedsrichter: Klaus-Peter Keischke (Drübeck); Zuschauer: 30; bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Sylvio Diedrich (Empor Dedeleben) wegen Tätlichkeit (82.).

TSV 1912 Deersheim – Grün-Gelb Ströbeck 0:4 (0:0). Die favorisierten Ströbecker waren zwar spielerisch das bessere Team, der Gastgeber hielt aber mit großem Kampfgeist und einer konzentrierten Abwehrleistung ordentlich dagegen. Während die Grün-Gelben im Verlauf der ersten Halbzeit zwei gute Torgelegenheiten ungenutzt ließen, vergab Michel Soyka auf Deersheimer Seite eine klare Chance zur Führung. Er schoss das Leder frei auf Gästekeeper Rocco Schönekerl zulaufend knapp am Tor vorbei (35.). Auch nach Wiederanpfiff blieb Ströbeck das klar spielbestimmende Team, Torjäger Christian Knuth nutzte schließlich einen Abwehrfehler zu seinem elften Saisontreffer und zur hochverdienten Gästeführung. Wenig später legte der herausragende Kapitän Matthias Eheleben für die Grün-Gelben zum 0:2 nach, damit war die Moral der Deersheimer gebrochen. In regelmäßigen Abständen erhöhten der eingewechselte Justin Raulf (68.) und Florian Willke (77.) zum deutlichen 4:0-Sieg, mit dem sich Ströbeck bis auf einen Zähler an den Tabellenführer heran kämpfte.

Torfolge: 0:1 Christian Knuth (52.), 0:2 Matthias Eheleben (59.), 0:3 Justin Raulf (68.), 0:4 Florian Willke (77.); Schiedsrichter: Hans-Joachim Blank (Halberstadt); Zuschauer: 35.

TSV Zilly 1911 – TSV Berßel 6:3 (3:1). Die Heimelf legte einen Blitzstart hin, nach einem missglückten Abschlag von Gästekeeper Sebastian Schmidt versenkte Daniel Harsdorf den Ball per Bogenlampe nach 28 Sekunden im Berßeler Tor. Mit der frühen Führung ließ Zilly oftmals die nötige Einstellung vermissen, erspielte sich aber dennoch eine Vielzahl klarer Chancen. Beim 2:0 bekam die Heimelf erneut tatkräftige Unterstützung, Berßels Keeper hatte seinen eigenen Mitspieler an den Rücken geschossen und Hendrik Heicke musste nur noch einschieben. Kurz vor der Pause schnürte Heicke den Doppelpack, David Krolikowski hatte den Treffer über die linke Seite super vorbereitet. Eine Nachlässigkeit ermöglichte kurz darauf Robert Kühne das 3:1 für Berßel. Auch nach Wiederanpfiff war die Heim­elf gegen ersatzgeschwächte Berßeler klar überlegen, agierte aber vor allem im Passspiel phasenweise weiterhin zu unkonzentriert. Patrik Wöhler mit energischer Einzelleistung sowie Oliver Lindau per Freistoß und Foulelfmeter machten das halben Dutzend voll. Allerdings legte auch Berßel nach Geschenken zwei weitere Treffer nach. In der Schlussphase übertrafen sich Hendrik Heicke und Marcel Brasche im Auslassen hochkarätiger Chancen, am Ende war Berßel mit sechs Gegentoren gut bedient.

Torfolge: 1:0 Daniel Harsdorf (1.), 2:0, 3:0 Hendrik Heicke (29., 40.), 3:1 Robert Kühne (42.), 4:1 Patrik Wöhler (57.), 5:1 Oliver Lindau (71. Foulstrafstoß), 5:2 Martin Wiese (75.), 6:2 Oliver Lindau (82.), 6:3 Marcel Blizil (90.+1 Foulstrafstoß); Schiedsrichter: Alexander Koch (Silstedt); Zuschauer: 63.

FSV 1920 Sargstedt – SG 1955 Lüttgenrode 5:0 (3:0). Im Spiel gegen den Aufsteiger gelang dem FSV Sargstedt der lang ersehnte Befreiungsschlag. Die Aussprache nach dem enttäuschenden Saisonstart schien ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, die Heimelf dominierte vom Anpfiff weg das Geschehen und erspielte aus einer sicheren Abwehr viele gute Chancen. Den ersten gefährlichen Torschuss versenkte Rückkehrer Christoph Ganz per Schlenzer von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung (14.). Danach ließen die weiterhin überlegenen Gastgeber einige gute Chancen aus, von Lüttgenrode war vor der Pause wenig zu sehen. Die gelegentlichen Konter wurden allesamt eine sicheren Beute der aufmerksamen FSV-Abwehr. Per Doppelschlag erhöhte Christoph Ganz aus dem Gewühl (41.) und Sturmpartner Christoph Heyer nach schöner Ganz-Vorarbeit (45.) zum 3:0-Pausenstand. Nach Wiederanpfiff spielten die Gäste schwungvoller, doch genau in diese gute Phase hinein erhöhte Paul Janos Hielscher nach schönem Steilpass von Stefan Ruppers auf 4:0 (48.). Danach verflachte die Partie. Lüttgenrode war um den Ehrentreffer bemüht, Sargstedt zog sich etwas zurück und lauerte auf Konter. Die einzige gute Gästechance vereitelte Ersatzkeeper Frank Streithoff, der ab Mitte der ersten Hälfte den verletzten Christian Müller ersetzte, glänzend (60.). Auf der Gegenseite vergeben die FSV-Torschützen Hielscher, Heyer und Ganz weitere weitere klare Chancen, ehe erneut Heyer, nach Zuspiel von Hielscher zum 5:0 einschob (75.). „Dieser Sieg sollte den Jungs das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben zurückgeben“, so Trainer René Doege, der auch Referee Frank Golla für seine starke Partie lobte.

Torfolge: 1:0, 2:0 Christoph Ganz (14., 41.), 3:0 Christoph Heyer (45.), 4:0 Paul Jonas Hielscher (48.), 5:0 Christoph Heyer (75.); Schiedsrichter: Frank Golla (Hessen); Zuschauer: 35.

Hessener SV 1928 II – Fortuna Dingelstedt 2:1 (1:0). Der Aufsteiger erwischte einen Start nach Maß, nach einer Eingabe von Oliver Zach schob Fabian Mühe das Leder zur frühen Führung über die Linie (5.). Auch danach war die Hessener Reserve klar tonangebend, ließ aber eine Vielzahl hochkarätiger Chancen ungenutzt. André Dwornik, zweimal Oliver Zach und Christian Korn hätten schon vor der Pause alles klar machen können. Nach Wiederanpfiff sah die stattliche Kulisse von fast 100 Zuschauern ein komplett anderes Spiel. Fortan bestimmte die Fortuna aus Dingelstedt eindeutig das Geschehen und drängte den Gastgeber über weite Strecken in die eigene Hälfte. In Tornähe fehlte es der Fortuna allerdings an Durchschlagskraft, Hessens Keeper Andreas Sackmann musste kaum ernsthaft eingreifen. Eine schöne Einzelleistung von Christian Korn sorgte nach 71 Minuten für die Vorentscheidung, nach einem Alleingang von der Mittelinie zog er unhaltbar ins lange Eck ab. Ein direkt verwandelter Freistoß von André Eggert, bei dem Keeper Sackmann unglücklich wegrutschte, sorgte noch einmal für Hoffnung in Reihen der Dingelstedter. Die Gäste warfen alles nach vorn, erzeugten aber weiterhin zu wenig Torgefahr.

Torfolge: 1:0 Fabian Mühe (5.), 2:0 Christian Korn (71.), 2:1 André Eggert (81.); Schiedsrichter: Steffen Köhler (Eilsdorf); Zuschauer: 93.

Olympia Schlanstedt II – Eintracht Osterwieck II 3:4 (0:3). Die Eintracht war in Halbzeit eins das bessere Team und hatte durch Bastian Hahmann die erste große Chance (2.). Auf der Gegenseite verpasste René Stoffregen eine Eingabe knapp (8.). Es dauerte eine halbe Stunde, ehe sich die Osterwiecker für ihr gutes Spiel belohnten. Bei einem Freistoß lief Matthias Perle über den Ball und überließ Bastian Hahmann. Dieser traf den Pfosten, den zurückspringenden Ball musste Perle nur noch einschieben. Vom Anstoß weg erkämpften sich die Gäste den Ball, Philipp Schulze spielte Julius Runge frei, der überlegt zum 0:2 vollendete. Nur sechs Minuten später war es erneut Runge, der nach Querpass von Joost Knackstedt aus 18 Metern unhaltbar einschoss. Danach verhinderte Marcus Koch im Olympia-Tor mit starker Parade gegen Philipp Schulze einen höheren Rückstand. Im zweiten Abschnitt stellten die Osterwiecker das Fußballspielen ein, folgerichtig verkürzten die deutlich aggressiver auftretenden Schlanstedter durch Nicky Dalibor nach Lansmann-Querpass (53.). Wenig später verletzte sich der erst zur Pause eingewechselte Michael Strube schwer, beide Teams wünschen an dieser Stelle gute Besserung. Zwar erhöhten die Gäste durch Joost Knackstedt noch einmal auf 1:4, Schlanstedt blieb aber das bessere Team und stellte durch einen Doppelpack von René Stoffregen noch einmal den Anschluss her. In der achtminütigen Nachspielzeit vergab Florian Thaele die Entscheidung kläglich, bei der letzten Aktion traf der aufgerückte Olympia-Keeper Marcus Koch das Leder nach einem Eckstoß per Kopf nicht voll.

Torfolge: 0:1 Matthias Perle (30.), 0:2, 0:3 Julius Runge (31., 37.), 1:3 Nicky Dalibor (53.), 1:4 Joost Knackstedt (78.), 2:4, 3:4 René Stoffregen (80., 90.+1); Schiedsrichter: Klaus-Peter Keischke (Drübeck); Zuschauer: 40.