Blankenburg (wwa/ige) l Einer klaren Niederlage in der Landeshauptstadt folgte ein 9:6-Erfolg beim MSV Hettstedt. Erstmals in Bestbesetzung mit dem bulgarischen Debütanten Petko Gabrovski antretend, sollten nach der Klatsche von Versbach beim starken Gastgeber Medizin Magdeburg die 4:9-Niederlagen aus der Oberliga-Saison vergessen gemacht werden. Durch die Verletzung von Luperdi bei den Gastgebern und dem Einstand von Stahl-Neuverpflichtung Gabrovski schien das auch lösbar. Doch schon nach dem 0:3-Rückstand in den Doppeln zog Ernüchterung ein, zumal auch Leistungsträger Luka Bakic wieder völlig versagte. Nur Laszczynski/Holland hatten gegen Libene/Mechau nach einer 2:0-Führung eine Siegchance, verloren jedoch nach Abgabe der Spielkontrolle noch in fünf Sätzen.

In den Einzeln zeigte danach Gabrovski dem irischen Nationalspieler Maguire mit 3:0 deutlich die Grenzen auf. Auch David Merta hatte beim 3:1 gegen Libene, Nationalspieler aus Estland, keine Mühe. Unverdient war die 2:3-Niederlage von Maximilian Schuck gegen Mechau. Spielentscheidend nach der 1:0-Führung und der teilweise mehr als komfortablen Zwischenstände war der letztlich mit 10:12 verlorene zweite Satz. Beim 3:2-Sieg gegen Lohvinov hatte Lars Holland weniger Mühe, als das Ergebnis es zum Anschein hat. Die ersten drei Spiele der zweiten Einzelrunde besiegelten dann die Niederlage der Blütenstädter, sie gingen allesamt mit 0:3 „in die Hose“. Dabei bekam auch Gabrovski gegen Zaharov heftigen Gegenwind. Völlig von der Rolle und deutlich unter seinen Möglichkeiten war Bakic, für den einstigen Leistungsträger reichte es in zwei Einzeln gerade mal zu einem Satzgewinn. Auch Merta fand gegen den starken Ursu keine Einstellung.

Stahl Blankenburg: Gabrovski (1), Bakic, Merta (1), Laszczynski, Holland (1), Schuck;

Im Abendspiel beim MSV Hettstedt entwickelte sich vor einem frenetischen Heimpublikum mit drei Trommlern und einem Gästeblock mit einer Trommlerin, der über 70-jährigen treuen Anhängerin Ingrid Bauer (Oma von Maximilian Schuck), ein rasantes Match. Die Harzer zogen auf einen Zwischenstand von 5:1 davon und sahen schon wie der sichere Sieger aus. Die gegenüber Medizin Magdeburg umgestellten Doppel Bakic/Merta und Gabrovski/Schuck gewannen sicher, während Laszczynski/Holland gegen Sirokijs/Zapata beim 0:3 keine Einstellung fanden.

Drei souveräne Einzel von Gabrovski mit 3:1 gegen Roß, Bakic 3:1 gegen Lushin und Laszczynski 3:0 gegen Pazdyka schienen Sicherheit zu geben. Dann wackelte Merta beim 1:3 gegen Zapata, Holland verlor überraschend mit 2:3 gegen Michaelis und Schuck fuhr beim 0:3 gegen Sirokijs mit zu vielen Fehlern nichts Zählbares ein.

Im zweiten Einzeldurchgang sorgte Gabrovski mit seinem 3:0 gegen Lushin nur kurzzeitig für Entspannung bei den Blankenburgern, da Bakic sang- und klanglos gegen Roß mit 1:3 verlor. Überhaupt klagten Bakic und Holland, dass der Butterfly-Ball nur schlecht Schnitt annehme und dadurch Abwehrspiel fast zur Wirkungslosigkeit verurteilt sei. Danach stellte Merta mit seinem 3:1 über Pazdyka die Weichen auf Sieg. Ausschlaggebend für den 9:6-Mannschaftserfolg waren dann aber der mit unbändiger Kampfkraft errungene 3:2-Sieg von Laszczynski gegen den starken Zapata und der abschließende Fünf-Satz-Erfolg von Schuck über Michaelis. Holland hatte beim 0:3 gegen Sirokijs ob der erwähnten Materialprobleme keine Chance.

Stahl Blankenburg: Gabrovski (2,5), Bakic (1,5), Merta (1,5), Laszczynski (2), Holland, Schuck (1,5).